KONSUMENT.AT - Datenschutz: Adresshandel - Tiefendaten aus dem „Darknet“

Datenschutz: Adresshandel

Für eine Handvoll Cent

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KONSUMENT 2/2016 veröffentlicht: 28.01.2016

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Tiefendaten aus dem "Darknet“

Wesentlich brisantere Daten lassen sich auf dem Schwarzmarkt kaufen, wie Recherchen im sogenannten Darknet ergaben, jenem Netzwerk im Internet, in dem User anonym miteinander kommunizieren. Via Tor-Browser gelangten wir auf einen der derzeit ­größten Internet-Schwarzmarktplätze, Alpha Bay Market, der – ähnlich aufgebaut wie eBay oder Amazon – allerhand kriminelle Waren und Dienstleistungen anbietet: von Waffen und Drogen aller Art über gestohlenen Schmuck, Gold und gefälschte Markenware bis hin zu Pässen, Führerscheinen und Kundendaten aus jeglichen Branchen und Ländern - siehe Bild.

Daten von PayPal und Skrill

AlphaBay - einer der größten Internet-Schwarzmärkte für kriminelle Waren und Dienstleistungen (Screenshot: VKI)

Häufig feilgeboten werden Daten der Zahlungsdienstleister PayPal und Skrill (Userdaten und Passwörter), Premium-­Accounts von Spotify und – in Hülle und Fülle – Kundendaten von Zalando. Auch Bank- und Kreditkartendaten lassen sich nach Belieben einkaufen. Zwei Beispiele: Für je 12,25 Dollar pro Kundenprofil bietet ein gewisser "Professor“ folgende Infos zu in Österreich wohnhaften Personen an: Name, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, Bank- bzw. Kreditkartendaten, dazu seine IP-Adresse und die Plattform, von der aus die Daten abgesaugt worden sind.

Um 30$ mehr Daten

Der Dealer „BlackStar.Inc“ bietet für 30 Dollar pro Profil noch viel mehr: Über die obigen Daten hinaus gibt es bei ihm Auskunft zum aktuellen Fahrzeug der Person, über ihren Beruf und noch genauere Daten zur Kreditkarte.

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Kommentare

  • Nachsatz..........
    von Hueher am 03.02.2016 um 14:51
    Eigentlich müßte die POST nicht nur das Briefgeheimnis schützen, nein, sondern auch die Daten der Postkunden. Auch die Post und Telekom mutiert zum Datenkraken, warum, aus GELDGIER, weil beim eigentlich illegalen Verkauf meiner Daten Geld gemacht wird. Auch ich bekam von dieser besch... Partei der Neos eine ungewollte SMS, wählen tue ich diese Diletanten sowieso nicht!!!
  • Ich kann nur warnen vor sogg. Preisausschreiben !
    von Hueher am 03.02.2016 um 14:46
    Ich mache bei keinem Preisausschreiben mit, weder im Internet, noch mit Postkarte oder Telefon(SMS), denn das ufert zu einer riesigen Datensammelwut aus, die ich niemehr beherrschen kann. Ich hatte in der Anfangszeit des Internets noch unbedarft mitgemacht, der "Erfolg" war, es kamen jede Menge Mails zurück von hunderten Versendern! Meine Reaktion war, Mailzugang stopen und neue Mailadresse nehmen............ Ein kleines Beispiel: irgendwann in den 90er Jahren wollte ich etwas über "trockene Augen" in Erfahrung bringen, beim "Netdoktor", da dies damals noch nicht so bekannt gewesen ist, bei meinem Arzt. So weit so gut, damals........ Jahre später, muß so ca. 2009 gewesen sein, suchte ich eigentlich nichts besonderes bei "Google", lediglich meinen Namen! Ich bekam fast einen Herzschlag, stand unter Anderem auch das ich mit eben dieser Anfrage "trockene Augen" beim "Netdoktor" war!!! Nun gut, die Frage nach trockenen Augen ist nicht so problematisch, aber was wäre gewesen, hätte ich intimere Fragen gestellt ( HIV,Sexualität, besondere Krankheiten usw..) kaum weiter auszudenken....... Fazit: es war mir eine große Lehre, NICHTS über das Internet zu erfragen oder recherchieren und dies sollte auch alle Anderen Verbrauchern bewußt sein!? Google-Facebook&Co sieht und hört alles.......