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Datenschutz: Adresshandel

Für eine Handvoll Cent

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KONSUMENT 2/2016 veröffentlicht: 28.01.2016

Inhalt

Das Experiment

In dem Experiment gaben wir uns als Unternehmen aus, das ein neues Gesundheits­produkt auf den Markt bringen möchte.

Haushalte mit hohem Einkommen

Dafür sollten rund 7.500 Haushalte aus dem Raum Wien und Umgebung angeschrieben bzw. zu einem „Launch-Event“ eingeladen werden. Die Zielgruppe sollte aus Privatpersonen (keine Firmenadressen) im Alter zwischen 25 und 55 Jahren bestehen, sie sollten über mittlere bis hohe Kaufkraft verfügen und in Familien leben. Auch alleinstehende Menschen wären möglich, wenn sie über ein hohes Einkommen verfügten.

Angst vor Krankheiten

Weiters verlangten wir in der Personenbeschreibung nach lifestyle- und gesundheitsorientierten Menschen, am besten solchen, die sich im Internet ausgiebig über Krankheiten erkundigten und ein gewisses Angstver­halten gegenüber Krankheiten an den Tag legten. Von dieser Personengruppe wollten wir den Namen, die Adresse, die E-Mail-Adresse, die Kaufkrafteinschätzung und die Gesundheitsthemen, für die sich der jewei­lige Verbraucher interessierte, übermittelt bekommen.

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Kommentare

  • Nachsatz..........
    von Hueher am 03.02.2016 um 14:51
    Eigentlich müßte die POST nicht nur das Briefgeheimnis schützen, nein, sondern auch die Daten der Postkunden. Auch die Post und Telekom mutiert zum Datenkraken, warum, aus GELDGIER, weil beim eigentlich illegalen Verkauf meiner Daten Geld gemacht wird. Auch ich bekam von dieser besch... Partei der Neos eine ungewollte SMS, wählen tue ich diese Diletanten sowieso nicht!!!
  • Ich kann nur warnen vor sogg. Preisausschreiben !
    von Hueher am 03.02.2016 um 14:46
    Ich mache bei keinem Preisausschreiben mit, weder im Internet, noch mit Postkarte oder Telefon(SMS), denn das ufert zu einer riesigen Datensammelwut aus, die ich niemehr beherrschen kann. Ich hatte in der Anfangszeit des Internets noch unbedarft mitgemacht, der "Erfolg" war, es kamen jede Menge Mails zurück von hunderten Versendern! Meine Reaktion war, Mailzugang stopen und neue Mailadresse nehmen............ Ein kleines Beispiel: irgendwann in den 90er Jahren wollte ich etwas über "trockene Augen" in Erfahrung bringen, beim "Netdoktor", da dies damals noch nicht so bekannt gewesen ist, bei meinem Arzt. So weit so gut, damals........ Jahre später, muß so ca. 2009 gewesen sein, suchte ich eigentlich nichts besonderes bei "Google", lediglich meinen Namen! Ich bekam fast einen Herzschlag, stand unter Anderem auch das ich mit eben dieser Anfrage "trockene Augen" beim "Netdoktor" war!!! Nun gut, die Frage nach trockenen Augen ist nicht so problematisch, aber was wäre gewesen, hätte ich intimere Fragen gestellt ( HIV,Sexualität, besondere Krankheiten usw..) kaum weiter auszudenken....... Fazit: es war mir eine große Lehre, NICHTS über das Internet zu erfragen oder recherchieren und dies sollte auch alle Anderen Verbrauchern bewußt sein!? Google-Facebook&Co sieht und hört alles.......