KONSUMENT.AT - Datenschutz: Google - Suchanfragen, Kontaktadressen, Kalenderdaten, Standortkennung

Datenschutz: Google

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KONSUMENT 1/2015 veröffentlicht: 23.12.2014, aktualisiert: 02.03.2015

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Detaillierte Kenntnisse

Bei jeder Suchanfrage, die ein User auf ­Google stellt, gibt er Informationen preis. Nicht selten auch solche, von denen er nicht möchte, dass der Nachbar oder sein Vor­gesetzter davon erfährt. Das Unternehmen hat mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Kenntnis über die Vorlieben, Interessen, Hobbys und Konsumgewohnheiten eines Durchschnittsösterreichers als seine engsten Freunde – mitunter auch über höchst vertrauliche Angelegenheiten.

Gesundheit, Adressen, Kalender

So kann Google Rückschlüsse über den Gesundheitszustand eines jeden ziehen, der sich über die Suchseite in medizinischen Ratgebern kundig macht. Auch bei Gmail lesen die Algorithmen mit. Wenn ein Nutzer Telefonnummern, Post- und E-Mail-Adressen seiner Freunde und Bekannten in die Kontaktliste einträgt, dann gibt er diese Informationen an Google preis. Wenn er sich einen Termin mit einer anderen Person in seinen Google-Kalender einträgt, dann weiß Google, wo und wann er sich mit wem trifft.

Google Maps: wo und wann

Was vielen Android-Nutzern nicht bewusst ist: Wer Google Maps auf seinem Handy nutzt und dabei sowohl sein Gmail-Konto als auch Standortbericht und Standortverlauf aktiviert hat, bei dem zeichnet Google über Monate hinweg genau auf, wo er sich zu welchem Zeitpunkt befindet. Was Google über einen Android-Nutzer speichert, kann über das sogenannte Dashboard (engl. Armaturenbrett) eingesehen werden unter www.google.com/dashboard . Ein Blick auf die Liste der dort angeführten Daten ist für die meisten ein überraschendes Erlebnis – dabei ist es nur ein kleiner Teil des Informationshaufens, den Google über uns gespeichert hat.

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Kommentare

  • Alternative Suchmaschinen
    von REDAKTION am 19.01.2015 um 07:47
  • Doku im TV: Die geheime Macht von Google
    von eiger am 17.01.2015 um 11:11
    http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Die-geheime-Macht-v/Das-Erste/Video?documentId=25070276 Länge: 43 Min., von 2014 Danach steigt man(n/frau) freiwillig auf Startpage.com oder duckduckgo etc. um.
  • Alternative Suchmaschine(n)
    von GeHuNi am 16.01.2015 um 20:15
    Auf Seite 4 unter "Wie kann ich mich schützen?" fehlt meines Erachtens noch die alternative Websuche. Man kann hier auf andere Suchmaschinen ausweichen, aber ob Bing, Yahoo & Co. weniger mit den Userdaten "anstellt" als Google oder nicht, das möchte ich ehrlich gesagt gar nicht wissen. Ich gehe einen anderen Weg und verwende StartPage (https://startpage.com/deu/protect-privacy.html?) und lasse diese Suchmaschine bei Google suchen. Früher habe ich sogenannte Meta-Suchmaschinen - wie z.B. "metager" verwendet.
  • Wie kann ich mich schützen?
    von eiger am 12.01.2015 um 13:23
    Wenn man freiwillig diese Dienste runterlädt, dann mag der Artikel trefflich sein. Viele kaufen aber PCs, Notebooks etc. wo all diese Programme bereits vorinstalliert sind - da wird es schon schwieriger ich behelfe mir dann damit, alle dies Datenkraken-Dienste unwiederruflich zu entfernen - eine Sysiphusarbeit und nicht für jedermann/frau geeignet, und schon gar nicht ohne spziellem Wissen (weil auch Eingriffe in die Registry vonnöten sind). Bei Handys, Smartphones verhält es sich ähnlich.