KONSUMENT.AT - Datenschutz: Persönliche Spuren beseitigen - Android

Datenschutz: Persönliche Spuren beseitigen

SSDs und mobile Geräte

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KONSUMENT 12/2016 veröffentlicht: 24.11.2016

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Android: Daten nicht immer verschlüsselt

Beim Betriebssystem Android war die Verschlüsselung über lange Zeit weder einheitlich noch durchgängig geregelt, obwohl sie an sich bereits ab Version 3 möglich ist. Oft muss sie auch bei aktuelleren Modellen ­unter Android 5 noch manuell eingeschaltet werden (unter »Einstellungen/Sicherheit/Telefon verschlüsseln« bzw. herstellerspezifisch; fehlt diese Option, kann man davon ausgehen, dass ab Werk verschlüsselt ­wurde). Ab Android 6 müssen die Geräte standardmäßig verschlüsselt ausgeliefert werden. Fallweise liest man allerdings noch ­immer von Ausnahmen.

Zuerst verschlüsseln, dann zurücksetzen

Das Zurücksetzen eines unverschlüsselten Geräts auf die Werkseinstellungen garantiert nämlich kein sicheres Löschen der ­Daten. Das heißt: erst die Verschlüsselung aktivieren, dann zurücksetzen. Wer unter Android vor Version 5 auf Nummer sicher gehen möchte, startet danach die Video-App und filmt so lange einen neutralen Hintergrund, bis der Speicher des Smartphones vollgeschrieben ist. Danach nochmals auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

Externe Speicherkarten

Achtung! Externe Speicherkarten sind von der in Android integrierten Verschlüsselung ausgenommen. Aktuellere Geräte bieten aber eine entsprechende Option im Menü; bei älteren Geräten sollten Sie die Speicherkarte vor der Weitergabe entfernen oder diese am ­Computer löschen und überschreiben.

Vorher alle Berechtigungen entfernen

Bitte denken Sie daran, vorab alle mit dem konkreten Gerät (bzw. auch mit der Rufnummer, falls Sie diese kündigen) verbundenen Berechtigungen zu entfernen, etwa aus dem Konto des Suchdienstes für verlorene oder gestohlene Smartphones (Android-Gerätemanager von Google bzw. herstellerspezifisch, wie z.B. Samsungs "Find My Mobile").

Prüfen Sie auch, ob Sie Ihr Mobilgerät und/oder die dazugehörige Rufnummer möglicherweise bei Google, Microsoft oder Apple als "vertrauenswürdiges Gerät" registriert haben, um darauf Nachrichten oder Codes im Zusammenhang mit den Sicherheitseinstellungen des Benutzerkontos zu empfangen. Falls ja, dann löschen Sie auch solche Verknüpfungen.

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