KONSUMENT.AT - Datenschutz: Spotify - Öffentlich zugängliche Daten

Datenschutz: Spotify

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KONSUMENT 11/2015 veröffentlicht: 24.09.2015

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Der passende Soundtrack

Warum die Firma die Bewegungsdaten ortet, erklärt Ek folgendermaßen: Man wolle dem Nutzer Musik aus der Gegend, in der er sich gerade befinde, zugänglich machen. Wenn er etwa in ein anderes Land reise, dann könne er über Spotify neue Sounds entdecken. Das Wissen über Geh- und Laufgeschwindigkeit sei deswegen vonnöten, damit man die angebotene Musik dem jeweiligen Tempo des Hörers anpassen könne. Dem Schweden schwebt ein noch genauer personalisiertes Musikerlebnis vor. Die gehörten Songs sollen noch besser zur jeweiligen Stimmung, dem Geschmack und der Tageszeit passen; quasi ein passender Soundtrack zu jeder Lebenssituation.

Handynummer zu Werbezwecken

Fakultativ kann bei der Registrierung die Nummer des Mobiltelefons angegeben werden; wovon auf jeden Fall abzuraten ist. Denn in den Bedingungen holt der Dienst die Erlaubnis ein, zu Marketing- und Werbezwecken Textnachrichten zu schicken – und zwar nicht nur für sich selbst, sondern auch im Namen seiner Partner.

Öffentlich zugängliche Daten

Brenzlig wird es generell in der Passage, wo es um die Weitergabe von Daten geht. Denn was vielen nicht bewusst ist: Im Allgemeinen sind Name oder Benutzername, das Profilbild und Infos darüber, wem der User folgt und wer ihm folgt, öffentlich zugänglich. Angelegte Wiedergabelisten, vor Kurzem gehörte Musik, Lieblingstitel und -künstler sowie gepostete Inhalte und Beiträge sind standardmäßig für andere Nutzer einsehbar.

Das heißt auch, dass Profildaten und Wiedergabelisten in Suchmaschinenergebnissen Dritter angezeigt werden, theoretisch also jeder sehen kann, welche Musik man sich anhört. Wenn man das nicht möchte, sollte man tunlichst auf die Einstellungen achten. Denn einige der sogenannten geteilten Informationen lassen sich einschränken.

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