KONSUMENT.AT - Datenschutz: Virenscanner - Jede Menge Kritik

Datenschutz: Virenscanner

Wölfe im Schafspelz

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KONSUMENT 12/2015 veröffentlicht: 26.11.2015

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Nur Nutzer der Gratis-Software betroffen

Dass im Browser- und Suchverlauf Daten enthalten sein könnten, mit denen man User identifizieren kann, ist den Verantwortlichen natürlich bewusst. Daher würden diese Infos auch anonymisiert, „wenn wir darauf aufmerksam werden“, wie in den Bestimmungen relativierend geschrieben steht.

Äußerst vage liest sich auch die Liste derer, an die Daten weitergegeben werden. Darunter sind mit AVG verbundene, nicht weiter spezifizierte Unternehmen angeführt, außerdem „bestimmte Suchanbieter“ und „ausgewählte Vertriebspartner, Händler und andere Geschäftspartner“. Von der Datensammelaktion betroffen sind Unternehmensangaben zufolge nur die Nutzer der Gratis-Software, und auch die könnten dem Vorgehen jederzeit widersprechen.

Jede Menge Kritik

Experten und Nutzer äußern dennoch jede Menge Kritik: Das AVG-Produkt benehme sich wie Spyware (Spionagesoftware), es handle sich um einen unethischen Vertrauensmissbrauch, oder das sei so, als ob der eigene Bodyguard einen beim Duschen filme, heißt es im Netz.

Vereinzelt ortet man freilich auch Verständnis; etwa, wenn ein Kommentator schreibt, dass die neue Richtlinie klar und einfach formuliert sei – und dass außerdem eine Unzahl an Softwareanbietern ihre Kundendaten zu Geld machen, die wenigsten jedoch ihre Kunden transparent darüber aufklären.

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