Drucker

Patronen-Ärger im Nachhinein

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Konsument 7/2001 veröffentlicht: 01.07.2001

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Leere Drohung mit dem Garantieverlust

Am unteren Ende der Rangliste finden sich vor allem die Billigsdorfer. Um rund einen Tausender bekommt man eben nur die Technik von gestern. Für Leute, die nur ab und zu einen Brief drucken, reicht dies aber durchaus.

Hohe Folgekosten

Bei Tintendruckern macht sich eine Unsitte breit, die man vom Handymarkt kennt. Geräte werden nahezu verschenkt, verdient wird dafür an den Folgekosten, hier an den Tintenpatronen. So mancher hat sich über eine Mezzie gefreut, den Drucker eines namhaften Herstellers um weniger als tausend Schilling. Das böse Erwachen kommt beim Nachkauf der Tintenpatrone, die mitunter fast genauso viel kostet wie der Drucker. Wird aber nur selten gedruckt, kann die Tintenpatrone eintrocknen. Und auch dann muss man nachkaufen. Und dazu den Druckkopf reinigen.

Garantieanspruch

Weil die Preise für Patronen als überzogen empfunden werden, hat sich eine Fülle herstellerunabhängiger Anbieter von Druckerzubehör etabliert (siehe „Druckerzubehör: Verflixt und nachgefüllt“). Die Drucker-Hersteller drohen, dass beim Einsatz von Fremdprodukten der Garantieanspruch erlischt. Diese Drohung geht ins Leere. Wenn es zu Problemen mit Fremdtinten kommt, ist der Ansprechpartner für die Gewährleistung der Händler, bei dem man sie gekauft hat. Große herstellerunabhängige Anbieter von Druckerzubehör betonen, dass sie selbstverständlich für ihre Produkte die Gewährleistung übernehmen.

Keine getrennten Tanks

Der Olivetti Artjet 12 und der Lexmark Color Jetprinter Z12 verfügen über keine getrennten Tanks für Farb- und Schwarz-Weiß-Druck. Hier heißt es den Tank wechseln, je nachdem, ob farbig oder schwarz gedruckt wird. Andernfalls wird die Farbe Schwarz aus den drei bunten Tinten zusammengemischt, was unnötig ins Geld geht.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo