KONSUMENT.AT - Druckertinten und -toner - Garantie erlischt nicht

Druckertinten und -toner

"Dritt"brettfahrer punkten

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 27.09.2012, aktualisiert: 28.11.2012

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Blicke hinter die Kulissen

Die Druckerhersteller unternehmen naturgemäß keinerlei Anstrengung, mit dem alten Ammenmärchen aufzuräumen, dass bei Verwendung von Drittanbieter-Produkten automatisch der Garantieanspruch für das Gerät erlischt. Dies ist definitiv nicht der Fall. Nur dann, wenn der Schaden nachweislich vom Produkt des Drittanbieters ausgeht, wäre der Gerätehersteller „aus dem Schneider“ und der Drittanbieter in der Pflicht.

Vor allem im unteren Preissegment setzen die Hersteller möglichst niedrige Gerätepreise an und hoffen, ihren Gewinn später durch den Verkauf von Verbrauchsmaterialien einzufahren. Die Drittanbieter durchkreuzen diese Pläne häufig genug, ihr Marktanteil dürfte bei rund 25 Prozent liegen.

Hier geht es um ein großes Geschäft

Weltweit werden pro Sekunde etwa 30 Tintenpatronen verkauft – was knapp an der Milliardengrenze pro Jahr liegt –, mit deren Inhalt man rund 40 Millionen A4-Fotos ausdrucken oder viereinhalb Olympia-Schwimmbecken füllten könnte.

Boshaftigkeiten um den Recyclern den Job zu erschweren

Der Umsatz der Originaltintenhersteller mit Verbrauchsmaterialien ist von 2010 auf 2011 um fast 20 Prozent gesunken, was diese wiederum veranlasst, auf allerlei Boshaftigkeiten zurückzugreifen, die vor allem den Recyclern (also jenen, die Original-Gebinde wiederbefüllen) den Job möglichst schwer machen sollen: Laut Drittanbietern werden Sammelsysteme für leere Patronen oder Kartuschen nicht für das imageträchtige Recyceln (Wiederbefüllen) betrieben sondern überwiegend dazu, Leergut vom Markt der Drittanbieter abzuziehen.

Falsche Fehlermeldungen eingebaut

Da würden Patronen verklebt, statt verschraubt, sagt die Recycling-Industrie. In die Firmware der Drucker würden falsche Fehlermeldungen eingebaut, die den Anwender verunsichern, sobald er ein Drittanbieterprodukt verwendet. Außerdem sollen, so die Recycling-Industrie, allerlei Chips sollen dafür sorgen, dass bei Drittanbieter-Produkten kein Tintenstand mehr angezeigt wird, oder das Gerät überhaupt zum Stillstand kommt.

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Kommentare

  • Weniger drucken mit Original-Tonern!
    von Mounty am 28.09.2012 um 18:16
    Bei Original-Tonern ist oft ein Zählmechanismus eingebaut, welcher den Toner ab einer gewissen Seitenanzahl abschaltet, obwohl dieser noch nicht ganz leer ist