KONSUMENT.AT - Druckertinten und -toner - Chips, um billige Nachbauten zu behindern

Druckertinten und -toner

"Dritt"brettfahrer punkten

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 27.09.2012, aktualisiert: 28.11.2012

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Billige Geräte, teure Tinte – Lexmark gibt Tintenstrahler auf

Lexmark etwa benutzte in der Vergangenheit einen solchen Killerchip, der aber „geknackt“ wurde; die Klagen dagegen blieben erfolglos – wie auch die Strategie von Lexmark, im Heimbereich Tintenstrahldrucker zum Taschengeldpreis anzubieten, bei den Verbrauchsmaterialien aber horrende Preise zu verlangen: Lexmark muss Herstellung und Verkauf dieser Produkte für den Heimmarkt einstellen, da die Rechnung nicht aufging …

Das Wettrüsten geht weiter

Neueste Variante: Epson, Canon und HP integrieren in die Tintenpatronen Chips, die – angeblich – der Kontrolle des Tintenstandes dienen. Epson benötigt dazu offenbar sogar eine eigene Stromversorgung des Chips. Die Drittanbieter haben diese Nuss durch Einbau einer Batterie in die Patronen geknackt. Funktioniert tadellos. JetTec weist jedoch nicht auf die enthaltene Batterie hin, KMP nur am Rande (Entsorgungsproblem!).

Canon und HP arbeiten trotz Chip ohne Batterie, womit die Drittanbieter weitgehend auch ohne Verrenkung fertigwerden. Peach allerdings liefert sein 3er-Pack für HP mit nur einem Chip aus; ist die erste Patrone leer, muss ummontiert werden.

Einzig Brother verwendet bislang keine Chips (da die Füllstandskontrolle ja auch mit anderen, einfacheren Methoden erfolgen kann), beschloss aber, sich ab November mit dem neuen MCF-J4410DW der Chip-Strategie seiner Mitbewerber anzuschließen ...

"Recycled“ – in Wahrheit neu

Auch chinesischen Herstellern bleibt es nicht verborgen, dass mit dem Umwelt-Argument manche Konsumenten positiv gestimmt werden können. Brancheninsider wissen zu berichten, dass deshalb einfach "Recycled" auf die Verpackung mancher Laserkartuschen gedruckt werde, obwohl es sich um Neuware handle. Deren Herstellung käme angesichts der niedrigen Lohnkosten und schlechten Arbeitsbedingungen billiger als das echte Recyceln, bei dem ja auch nicht unerhebliche Transportkosten für das Leergut anfallen.

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Kommentare

  • Weniger drucken mit Original-Tonern!
    von Mounty am 28.09.2012 um 18:16
    Bei Original-Tonern ist oft ein Zählmechanismus eingebaut, welcher den Toner ab einer gewissen Seitenanzahl abschaltet, obwohl dieser noch nicht ganz leer ist