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Bibliothek in der Tasche

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KONSUMENT 7/2012 veröffentlicht: 19.06.2012

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Verborgen und verschenken nicht möglich

Eine diskussionswürdige Einrichtung, die von verschiedenen Anbietern gerne genutzt wird, ist das Digital Rights Management (DRM). E-Books mit DRM kann man ausschließlich selbst verwenden, weil das eigene Gerät, das gekaufte E-Book und das persönliche ­Benutzerkonto miteinander verknüpft sind. Ans Verborgen oder Verschenken, wie vom gedruckten Buch gewohnt, braucht man gar nicht zu denken.

Mehr noch: Die mit DRM versehenen E-Books verbleiben im Eigentum des Anbieters, der zum Beispiel sogar die Möglichkeit hat, sie wieder von den ­Geräten zu entfernen. Außerdem kann ­ er mitverfolgen, wer wann welches Buch kauft, und schreckt auch nicht davor zurück, diese Daten an Dritte weiterzugeben. Das alles lässt er sich in den Nutzungs­bedingungen absegnen.

Geschützte Version: AZW bzw. AZW3

Bei Amazon heißt die DRM-geschütze Ver­sion des Mobi-Formats AZW bzw. AZW3. Bei der Konkurrenz begegnet man der ­Bezeichnung Adobe DRM, weil die ameri­kanische Firma Adobe ein Vorreiter dieser Technologie ist.

Wobei man natürlich dazusagen muss, dass viele Verlage auf DRM bestehen, weil sie der Meinung sind, damit die Verbreitung ­unerlaubter Kopien unterbinden zu können. Dies allerdings bringt die oben beschrie­benen Nachteile für legale Benutzer.

Einige Autoren bieten Werke ohne DRM an

Einige Verlage und Autoren sind wohl ähn­licher Ansicht, weshalb sie ihre Werke ohne DRM anbieten. Darüber hinaus gibt es eine große Anzahl kostenlos erhältlicher E-Books, etwa auf www.gutenberg.org, dem amerikanischen "Project Gutenberg“, das mittlerweile auch zahlreiche deutschsprachige Titel enthält. Dabei handelt es sich in der Regel um Bücher, deren US-Urheberrechte abgelaufen sind.

E-Books in Bibliotheken entlehnen

Schließlich sei noch die Möglichkeit erwähnt, E-Books in Bibliotheken zu entlehnen, etwa in der virtuellen Filiale der Städtischen Büchereien Wien (www.virtuellebuecherei.wien.at). Hier kommt ebenfalls DRM zum Einsatz. Ein entliehenes Buch kann für einen bestimmten Zeitraum vom jeweiligen Be­nutzer gelesen werden. Die E-Books liegen üblicherweise im epub- und/oder PDF-Format vor. Dazu ist jedoch anzumerken, dass die PDFs zumindest im Fall der genannten virtuellen Bibliothek ausschließlich am Computer funktionieren.

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Wertung: 3 von 5 Sternen
16 Stimmen
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Kommentare

  • Preise?
    von multitude am 14.07.2012 um 15:22
    In ihrem test haben sie leider die Preise der reader anzugeben vergessen. Das wiegt umso schwerer, denn das Preis-/Leistugsverhältnis ist wohl für die meisten potenziellen Käufer/innen das wichtigste Entscheidungskriterium.
  • Neuer Reader bei Thalia
    von larah am 14.07.2012 um 15:20
    Seit Anfang Juli gibt es bei Thalia einen neuen Reader Cybook Odyssey von Bookeen. Vieleicht könntet ihr ja eine Kurzbeschreibung nachreichen.
  • e-book reader
    von zauberfee am 05.07.2012 um 22:55
    in ihrem test haben sie den reader von weltbild vergessen. der zwar eine kurze akkulaufzeit hat, dafür im preis-leistungsverhältnis einfach unschlagbar ist. auf ihm kann ich nicht nur e-books sondern auch bilder und musik speichern, zudem hat er eine beleuchtung für kuschelige leseabende im bett. schade, dass sie ein solches gerät nicht in ihren test einbeziehen. ich habe dieses teil jetzt fast ein jahr in bin sehr zufieden damit. mfg ch.k.
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