KONSUMENT.AT - E-Book-Reader - Der Konkurrent: Tolino Gruppe

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System-Frage

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KONSUMENT 5/2014 veröffentlicht: 24.04.2014

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Der Konkurrent – Tolino Gruppe

Direkter Konkurrent des Kindle-Systems von Amazon ist die Tolino-Gruppe mit dem Tolino Shine Reader. Dahinter stehen Namen wie Thalia, Weltbild und bücher.de. Konnte zuvor ein bei Thalia gekauftes Gerät nur auf die ­Bibliothek dieses Anbieters zurückgreifen, hat die Gruppe mittlerweile mit einem Firmware-Upgrade nachgebessert. Seit der Version 1.3 kann ein Tolino-Reader die Bibliotheken ­mehrerer Tolino-Buchshops miteinander verknüpfen. Das funktioniert komfortabel, an die Auswahl des Amazon-Buchshops kommt die Gruppe aber nicht heran.

Großer Pluspunkt: Im Gegensatz zu Kindle öffnet der Tolino ­Reader auch Bücher von Fremdanbietern und aus Leihbibliotheken. Notfalls muss man ­einen kleinen Umweg über den Computer in Kauf nehmen, um Bücher herunterzuladen und sie dann auf den Reader zu überspielen.

E-Books ausleihen statt kaufen

Wer digital liest, hat die Möglichkeit, E-Books aus Bibliotheken zu entlehnen – bequem von zu Hause aus per Mausklick. Der Gang in die Bücherei entfällt. Gerade hier schwächelt aber der vermeintliche Platzhirsch Amazon: Kindle setzt auf ein geschlossenes Kopierschutz­system, das den Besuch einer virtuellen Leihbibliothek verhindert.

Auch mit Büchern von nicht-spezifischen Shops wie eBook.de hat Kindle Probleme – wer sich für Amazon entscheidet, der muss zwangsläufig mit dem Kindle-Shop vorlieb nehmen. Einzige Aus­nahme: Bücher ohne Kopierschutz, zu finden etwa auf gutenberg.org.

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Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Schon der 2 Tolino kaputt
    von Monkieee am 10.09.2015 um 10:18
    Obwohl der Tolino an und für sich ein sehr gutes Gerät ist, hat er einen Schwachpunkt: Stürzen oder aus der Hand fliegen darf er nicht. Dann ist er sowas von kaputt!. Bisher 2 Stück davon besessen. Beide sind vom "Nachtkastl" geflogen (ca. 40 cm)und schon kaputt. Lässt sich nicht abschalten. Reset nutzt auch nichts. - Schade!
  • Wörterbuchfunktion
    von stadlerk am 22.05.2014 um 19:04
    Leider geht der Test nicht auf die Wörtebuchfunktion ein, die zumindest Kindle Geräte besitzen, aber andere Geräte eventuell auch aufweisen: Sprachenlernende können zum Beispiel ein Deutsch-Englisch Wörterbuch auf ihren Kindle laden. Wenn man nun ein englisches Buch liest und auf ein unbekanntes Wort stösst, reicht es dieses zu markieren und Kindle sucht das Wort im Wörterbuch und zeigt dem Leser die Übersetzung. Ungemein praktisch für die Sprachvertiefung. Weiters erlaubt der neueste Kindle-Update diese Wörter sofort in einem "Vokabelheft" abzulegen, um später diese neuen Vokabel nochmals zu trainieren. Schliesslich kann man auch das Wörterbuch selbst öffnen, und sehr leicht Vokabel nachschlagen. Nicht genug damit: auch der Duden kann hochgeladen werden. Liest man nun ein deutsches Buch, kann man mit der gleichen Markierungsfunktion ein Wort sehr rasch im Duden nachschlagen. Ich denke, dass das eine sehr wertvolle Information für ihre Leser gewesen wäre, vor allem wie sehr auch die anderen e-readers diese Funktion ebenfalls beherrschen.
  • schlechte Vergleichbarkeit und Auswahl der Testkandidaten, oberflächliche Beurteilung,
    von furlan am 02.05.2014 um 23:46
    ich finde die Auswahl der Testgeräte ist nicht gut. Der Kindle Paperwhite sollte z.b. mit dem Kobo Glo und dem Pocketbook touch lux 2 verglichen werden. Was mir auch abgeht ist bei jedem Gerät die Bewertung wie das Gerät mit PDF s umgehen kann. Ich habe bisher nur ein Gerät gefunden, das PDF Reflow ordentlich beherrscht und das ist der Pocketbook Touch Lux. Ich selber besitze einen Kobo Glo und einen Kindle ohne Hintergrundbeleuchtung, mein Sohn hat einen Kindle Paperwhite, ich habe inzwischen auch schon einen Pocketbook Touch Lux und einen Pocketbook Touch Lux 2 getestet. Der Pocketbook Touch Lux verfügt auch über eine Soundfunktion, man kann also Hörbücher oder MP3 abhören damit. Auch das ist eine Information die in den Bericht gehört hätte meiner Meinung nach. Was mich auch interessieren würde ist eine Anleitung wie man mit Calibre PDF s in Epub umwandeln kann. Wenn das wirklich gut funktioniert könnte man das Manko fast aller Reader komensieren, zwar mit Aufwand, aber immerhin wäre es möglich.