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Facebook: 30.000€ Strafe in Frankreich

Missbräuchliche Nutzungsbedingungen

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veröffentlicht: 11.04.2019

Inhalt

430 Facebook-Klauseln hatte die französische Konsumenten-Organisation UFC eingeklagt. Nun verurteilte ein Gericht das Social-Media-Unternehmen.

Der Grund für die Strafe: Missbräuchliche Verwendung von Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Nutzer mussten sie akzeptieren, um Zugang zu ihren Social-Media-Accounts zu bekommen. Geklagt hatte die französische Verbraucherschutzorganisation UFC Que Choisir (Union fédérale des consommateurs).

Über Datenverkauf informieren

Das Urteil verlangt unter anderem, dass Facebook dem Kunden mitteilt, dass es Kunden-Profile an Werbefirmen verkauft.

Die französische Konsumentenorganisation hatte 2014 geklagt . 430 Klauseln in Facebooks Nutzerbedingungen seien missbräuchlich, das schließe das Sammeln und Verkaufen von Daten mit ein, selbst wenn der Account geschlossen sei. Auch in der Klage: Facebook ändere seine Nutzungsbedingungen, ohne die Kunden zu informieren.

Substantiell überarbeiten

Zuvor hatte auch die EU-Kommission Facebook aufgefordert, seine Nutzungsbedingungen substantiell zu überarbeiten ("significantly modify its terms of use"). Ein Facebook-Sprecher erklärte, dass sie inzwischen geändert wurden.

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Kommentare

  • Ein wahrer Hohn
    von ling am 21.10.2020 um 09:14
    Euro 30.000,-- für einen solchen Missbrauch? Selbst 30 Millionen kratzen den Betreiber wohl kaum. Ein Fall für die Portokasse. Die Anwender wird das sowieso nicht interessieren, höchstens ein paar Menschen, die jedoch immer schon auf Datensicherheit und Privatsphäre geachtet haben und vielleicht gerade aus diesem Grund das (a)soziale Netzwerk meiden bzw gemieden haben.
    Gerade in diesen Fällen merkt man die Ohnmacht oder/und das Desinteresse der Politik, endlich einmal wirksam gegen diese Machenschaften vorzugehen.
    Selbst wenn kluge Menschen wie Max Schrems immer wieder aufhorchen lassen, so sind es im Endeffekt die Benutzer selbst, welche wie eine Schafherde agieren. Spricht man sie auf die Problematik an, so gibt es meistens Standardantworten wie "Ist mir egal" oder "Ich habe nichts zu verbergen".