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GSM-Handys

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Konsument 5/1999 veröffentlicht: 01.05.1999

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Akkus: noch immer die Schwachstelle

Vor einigen Monaten überraschte Nokia mit der rekordverdächtigen Stand-by-Zeit von mehr als 200 Stunden („Konsument“ 10/98), die natürlich auch als Werbeargument herhalten muß. Die stromsparende Bereitschaftsfunktion eines Handys und die tatsächliche Betriebsdauer bei regelmäßigem, energiezehrendem Telefonieren sind allerdings zwei Paar Schuhe, die nur sehr bedingt Rückschlüsse aufeinander zulassen. Nicht zuletzt deshalb sind wir davon abgekommen, die Stand-by-Zeiten anzugeben.
Unsere praxisnäheren Gesprächszyklen (zehnmal täglich drei Minuten telefonieren und 57 Minuten Stand-by pro Stunde) offenbaren die immer noch großen Differenzen: Die Akkus des Siemens-Modells, der beiden Bosch-Handys sowie des Ericsson S 868 machten im Laufe des dritten Tages schlapp, wobei das Bosch GSM 908 mit nur 21 Stunden mit deutlichem Abstand das Schlußlicht bildete. Im Gegensatz dazu ging dem Nokia 6150 erst nach 40 Stunden oder vollen vier Arbeitstagen der Saft aus.
Auch wenn die Ergebnisse diesmal – mit Ausnahme des Bosch GSM 908 – zugunsten der Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus ausgefallen sind: Ein Zusammenhang zwischen dem Akkutyp (Nickel-Metallhydrid oder Lithium-Ionen) und seiner Betriebsdauer läßt sich im allgemeinen nicht herstellen. Schon in früheren Tests waren Handys mit Lithium-Ionen-Akkus dabei, die sich nach weniger als 20 Stunden verabschiedeten (zum Thema Akkus siehe „Konsument“ 2/97).