KONSUMENT.AT - Handygebühren im Ausland - Mobiles Internet mit Schutzschirm

Handygebühren im Ausland

Nicht immer grenzenlos

Seite 5 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 7/2013 veröffentlicht: 27.06.2013

Inhalt

Mobiles Internet mit Schutzschirm

Dem hat der Gesetzgeber aber einen Riegel vorgeschoben. Mit der Kostenbeschränkungsverordnung. Diese gilt für die Datenkommunikation (also nicht fürs Telefonieren) und mittlerweile weltweit. Der Provider muss bei Ausschöpfen von 80 Prozent des Datenvolumens warnen und bei 100 Prozent die Leitung kappen oder die Verbindungs­geschwindigkeit auf 128 kbit/s drosseln, sofern sich der Konsument nicht für eine andere Alternative entscheidet (etwa den Zukauf eines weiteren Datenpakets).

Standard­mäßig gelten 60 € als Grenze, wenn sich der Kunde nicht für einen höheren Betrag entschieden hat oder diesen Schutzmechanismus überhaupt abbestellt hat, was wohl kaum empfehlenswert scheint.

Probleme könnte es in zwei Fällen dennoch geben:

  • Erlaubt im Zielland der Roaming-Partner ­Ihres Providers diesem die Echtzeitüber­wachung Ihres Datenverbrauchs nicht, kommt auch diese Regelung nicht zum Tragen. Sie müssen darüber aber per SMS informiert werden. Also vor Reiseantritt erkundigen.
  • Für Unternehmer besteht kein automatischer Schutz durch die Kostenbeschränkungsverordnung. Stolpersteine gibt es also genug.

Apropos Stolperstein: Der eingangs erwähnte Maturant, Herbert M., hatte letztlich doch noch Glück. Obwohl er grob fahrlässig gehandelt hatte – er ließ das Handy nach dem Diebstahl nicht sperren –, gelang es der Schlichtungsstelle, seinen Provider in ­Kulanz für eine drastischen Kostennachlass zu gewinnen. Herr M. kam mit einem blauen Auge davon, die Angelegenheit kostete ihn „nur“ 509 €.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
5 Stimmen
Weiterlesen