KONSUMENT.AT - Handygebühren im Ausland - Checkliste für die Reise

Handygebühren im Ausland

Nicht immer grenzenlos

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KONSUMENT 7/2013 veröffentlicht: 27.06.2013

Inhalt

Checkliste für die Reise

  • Notieren: Notfallnummer des Providers (Sperre), Ihre Kundennummer, Passwörter und sonstige Kennungen.
  • Komplettieren: Die in Ihren Handy-Kontakten eingetragenen Rufnummern um die Länder-Vorwahl +43 erweitern; das erlaubt auch im Ausland eine Anwahl auf Tastendruck.
  • Studieren: Bedienungsanleitung Ihrer Geräte (Kostenkontrolle, manuelle Einwahl in fremde Netze, Roamingsperre etc.).
  • Deaktivieren: Alle Dienste auf Smartphone etc., die sich regelmäßig einwählen (Maildienste, Social Networks) oder Datenverbindungen im Hintergrund herstellen (zahlreiche Apps!). Daten-Roaming am Gerät ausschalten oder – sicherer – vom Provider temporär ganz sperren lassen; wenn nicht benötigt: MMS-Abos aussetzen.
  • Optieren: Für Schutz durch Kostenbeschränkung, falls Selbstständiger oder mit Firmen-Zusatzvertrag unterwegs. Opt-in beim Provider! Gilt nur für Datenkommunikation.
  • Eruieren: Günstigsten Tarif im Zielland, in EU/EWR auf Europa-Tarif oder besseren Bedingungen bestehen. Zusatzpakete einem möglichen Tarifwechsel vorziehen, sofern diese nicht mit langen Bindefristen behaftet sind.
  • Informieren: Auch über Kosten in Transitländern zum Urlaubsort (EU-Regelung gilt nicht für den gesamten Kontinent). Und: Nicht in allen Ländern außerhalb der EU ist mobiles Internet möglich!
  • Realisieren: Dass Ihr Standard-Inlandpaket an Freiminuten, SMS, MMS und Datenvolumen im Ausland bei den meisten Providern nicht gilt.
  • Probieren: Im Zielland eine SIM-Card auf Zeit erstehen (so gut wie immer billiger als Roaming, Erreichbarkeit jedoch nur durch Personen, welche die temporäre Rufnummer kennen); Gerät darf nicht SIM-locked sein. Oder schon vor Urlaubsantritt eine Calling Card für aktive Gespräche erstehen (Guthaben-Karte aus dem Telefonshop, meist deutlich billiger als Roaming, aber nach Kosten für Einwahl am Urlaubsort erkundigen); SIM-lock spielt hierbei keine Rolle.
  • Minimieren: Gebrauch der Mailbox. Abhören in EU kostenpflichtig, in Nicht-EU sogar doppelte Verrechnung für Empfang (zu Ihrem Handy und zurück zur Mailbox). Kostenfalle! Mailbox kann meist auch übers billigere Festnetz abgehört werden. Rufnummer und Vorgangsweise beim ­Provider erfragen.
  • Forcieren: Nutzung des öffentlichen Festnetzes am Urlaubsort, von WiFi im Hotel (VoIP), ­Internetcafés, Callshops.
  • Optimieren: Kommunikationsverhalten – SMS statt Telefonie. Empfang in EU kostenlos.
  • Delegieren: Anrufen lassen statt selbst anrufen – immer billiger.
  • Kalkulieren: Kosten für Online-Navi am Smartphone (große Datenmengen!) oder On-board-Lösung (Karten auf Handy gespeichert, ab etwa 30 €).
  • Kontrollieren: Bei manueller Auswahl des Roamingpartners, ob diese Auswahl auch nach Wiedereinschalten des Geräts noch gültig ist. Mobilfunkabrechnung nach Urlaubsende prüfen!
  • Riskieren: Nichts. Nutzen Sie am Smartphone im Ausland keine Funktionen, die Ihnen nicht völlig vertraut sind. 

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