KONSUMENT.AT - Handygebühren im Ausland - So viel darf es kosten

Handygebühren im Ausland

Nicht immer grenzenlos

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KONSUMENT 7/2013 veröffentlicht: 27.06.2013

Inhalt

So viel darf es kosten

Per Juli 2013 gelten für den EU-Raum plus Island, Norwegen und Liechtenstein – und nur für dieses Gebiet – folgende Obergrenzen, die jeder Provider anbieten muss:

Sprach-Europatarif (pro Minute)

  • Aktive Telefonate (Sie rufen aus dem Ausland in Österreich oder in einem anderen EU/EWR-Land an) 28,8 Eurocent. Dabei darf der erste Takt mit maximal 30 Sekunden verrechnet werden. Führen Sie also ein nur 10 Sekunden langes Gespräch, kann dieses maximal mit einer halben Minute zu Buche schlagen (und nicht wie in anderen Bereichen auch mit 60 oder gar 90 Sekunden), danach erfolgt die Abrechnung sekundengenau.
  • Für passive Telefonate (Sie werden angerufen) 8,4 Eurocent. Hier muss vom Start weg ­sekundengenau abgerechnet werden.

SMS-Europatarif

  • Pro gesendete SMS-Roamingnachricht maximal 9,6 Eurocent.
  • Empfangene SMS-Roamingnachrichten sind gebührenfrei.

Daten- und MMS-Europatarif

  • Pro übertragenes Megabyte maximal 54 Eurocent. Abrechnung auf das Kilobyte genau. Die Gebühr für MMS-Nachrichten darf diesen Betrag nicht überschreiten (hier muss aber nicht auf Kilobyte abgerechnet werden).

Mailbox-Nachrichten

  • Empfang einer Nachricht gebührenfrei. Abhören jedoch kostenpflichtig!

Achtung! Diese Obergrenzen gelten nur für den angeführten geografischen Bereich. Schon ein Anruf aus der benachbarten Schweiz oder aus den Adria-Anrainerstaaten auf dem Weg nach Griechenland, Kroatien oder in die Türkei kann ein Vielfaches kosten!

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