Handys für Senioren

Ganz schön reif

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Konsument 4/2011 veröffentlicht: 24.03.2011, aktualisiert: 28.04.2011

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Radio, Kamera & Co

Dabei sind viele Prüflinge keineswegs auf diese Funktionen beschränkt. Sie verzichten nur darauf, sich selbst und den Anwender mit Zusatzfunktionen zu über(be)lasten, wie das bei "normalen“ Handys gängiger Sport von Herstellern bzw. deren hauptsächlichen Auftraggebern, den Handynetzbetreibern, ist. So bieten mehr als die Hälfte der getesteten Handys ein eingebautes Radio, immerhin drei auch eine Kamera (Nokia 7020 und 7230, LG GD550).

Kopfhöreranschluss

Mit einer Ausnahme verfügen alle Handys über einen Kopfhöreranschluss, und mit zwei Geräten (Nokia 7230 und LG GD550) kann man auch im Internet surfen oder seine E-Mails abrufen. Fast ein Drittel ist mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet, mit deren Hilfe man beispielsweise das Autoradio zur Handy-Freisprechanlage umfunktionieren kann. So "vorsintflutlich“ wie ihr Ruf sind die Seniorenhandys also ­gar nicht.

Besonderes Augenmerk legen die Hersteller freilich auf Senioren-spezifische Bedürfnisse wie

  • deutlich sehen
  • gut hören
  • leicht bedienen.

Beim Sehen – also beim Display – gibt es zwei Konzepte: das grafik- und das textorientierte. Ersteres ist von den "normalen" Handys her geläufig: Grafische Symbole stellen auf einem vergleichsweise großen Display den Zugang zu den Funktionen bereit. Displays für die textorientierte Darstellung sind meist deutlich kleiner, die Menüs werden jedoch in besonders großen Lettern dargestellt. Die textorientierten Modelle werden bei ­Sonnenlicht sogar als etwas leichter ablesbar empfunden.

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Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • @ Tastensperre
    von NETclub50plus am 06.04.2011 um 10:51
    ... sehre gerade, dass es in der Tabelle sogar eine eigene Rubrik "Tastensperre" gibt. Unter dem Menü "Einstellung von...". Hope, this helps.
  • @ Tastensperre
    von NETclub50plus am 06.04.2011 um 10:45
    Also, wenn ich das auf den Abbildungen richtig sehe, verfügt rund die Hälfte der Handys ohnehin über eine klappbare Abdeckung, die unbeabsichtigtes Wählen von vornherein verhindert weitere Hinweise zur Tastensperre habe ich in den Kurzbeschreibungen unschwer entdeckt. Von "vergessen worden" kann also m. E. nicht die Rede sein. Und der Tipp mit dem "Fingernagel-Wählen" ist wahrscheinlich zumindest für jene älteren Herrschaften nicht wirlich brauchbar, die unter Tremor, Gicht oder vergleichbaren Handycaps leiden... :-). Ich denke, die Hersteller haben sich an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Kunden zu orientieren, nicht die Kunden das Fingernagel-Wählen zu trainieren.
  • Tastensperre beim Handy
    von marten1 am 24.03.2011 um 18:58
    Die Aktivierung einer automatischen Tastensperre haben Sie im Test nicht erwähnt. Es kann passieren, daß ungewollt eine gespeicherte Nr.gewählt wird. Bei einer Wertkarte ist das dann besonders ärgerlich. Beim Anbieter YESS kann man wenigstens noch mittels Computer die Gesprächsverbindungen aufrufen. Ein schwacher Trost, aber man sieht warum das Guthaben plötzlich so klein ist. Auch ein Hinweis wonach man die kleinen Tasten bei "normalen" Handys mittels Fingernagel ganz gut bedienen kann wäre nützlich gewesen.
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