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Internet: Gratis-Software

Sinnvoll

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Konsument 11/2008 veröffentlicht: 20.10.2008

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Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Das Office-Paket aus dem Hause Microsoft ist die am weitesten verbreitete Bürosoftware (mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Bildschirmpräsentation etc.). Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, schließen Sie sich der Mehrheit an und wählen gleichfalls das Microsoft-Produkt.

Die kostenlosen Alternativen sind zwar grundsätzlich damit kompatibel, allerdings kann es, wenn es ins Detail geht, zu Schwierigkeiten kommen. Dies betrifft etwa die Darstellung bestimmter Schriftarten, Zeilenumbrüche oder spezielle Formatierungen, die nicht immer eins zu eins übernommen werden und somit etwa das Erscheinungsbild eines Dokuments verändern können.

Für die Anwendung im privaten Bereich ist dies freilich weniger relevant bzw. leichter verschmerzbar. Immerhin kostet die Standardversion des aktuellen Office 2007 mehr als 400 Euro. Ein gewichtiges Argument, die kostenlosen Alternativen zumindest auszuprobieren.

Bewährte Office-Alternativen

Ein ernst zu nehmender Konkurrent ist jedenfalls OpenOffice ( http://de.openoffice.org ), ein schon seit etlichen Jahren betriebenes Projekt, konzipiert sowohl für Windows-PCs als auch für Apple-Computer. Die starke Anlehnung an Erscheinungsbild und Bedienung der Microsoft-Programme macht die Orientierung auch für Umsteiger recht einfach.

OpenOffice beherrscht viele, wenn auch nicht alle Funktionen der kommerziellen Software, es existiert aber eine ganze ­Reihe von Erweiterungen, die Sie nach Belieben installieren können. Weiters hatte das Projekt in der Vergangenheit immer ­wieder ­eine Vorreiterrolle. So war es etwa von ­Beginn an möglich, Dateien unterschiedlichster Formate direkt als PDF abzu­speichern. Beim Microsoft-Office-Paket ist das erst seit der Version 2007 vorgesehen, allerdings nur nach vorherigem Download dieser Zusatzfunktion (= Add-in mit der ­Bezeichnung „Speichern unter – PDF“, erhältlich auf www.microsoft.at; dort Ein­gabe des Namens ins Suchfeld).

Für Apple-User noch interessanter ist NeoOffice (www.neooffice.org). Dieses Pro­gramm wurde ausschließlich für Mac OS X entwickelt und bietet alle Funktionen, die auch OpenOffice beherrscht. Verglichen mit dem aktuellen OpenOffice 2.4, für das obendrein Zusatzsoftware installiert werden muss, läuft NeoOffice jedoch schneller und störungsfreier und hat eine ansprechendere grafische Oberfläche.

Die für beide Betriebssysteme in Vorbereitung befindliche OpenOffice-Version 3.0 wird freilich nicht mehr lange auf sich warten lassen (eine Betaversion, also eine Vorversion für Testzwecke, ist bereits verfügbar). Sie soll – was Mac OS X betrifft  – denselben Komfort wie NeoOffice bieten und dieses zugleich in der Leistungsfähigkeit übertreffen.

Nachbau: Live Documents

Einen gänzlich anderen Weg beschreitet der große indische Softwareanbieter InstaColl, der mit Live Documents (www.live-documents.com) – einem für registrierte Privatanwender bis auf Weiteres kostenlosen Office-Paket – angetreten ist, um Microsoft online Konkurrenz zu machen. Die Firma verhehlt nicht, dass es sich um einen „Nachbau“ des Originalprogramms handelt, sodass Windows-User alles so vorfinden, wie sie es gewohnt sind – erweitert um die Vorteile der direkten Einbindung des Internets (wie z.B. dem weltweiten ­Zugriff und dem einfachen Dokumentenaustausch mit anderen Berechtigten).

Bereitgestellt werden zwei Varianten: reine Onlinesoftware, die Sie einfach über Ihren Internetbrowser aufrufen und bedienen können, sowie – falls Sie das lokale Arbeiten bevorzugen – eine Downloadversion für Windows, die automatisch in Ihre bestehende Microsoft-Office-Installation eingebettet wird und diese ebenfalls um die oben genannten Online-Optionen erweitert. Derzeit ist die Software allerdings nur für frühere Office-Versionen (2000, XP und 2003) und noch nicht für das aktuelle Office 2007 verfügbar.

Verglichen mit Live Documents ist das ­Online-Angebot von Google (Google Text & Tabellen) sehr einfach gestrickt. Es erfüllt aber seinen Zweck, ähnelt grafisch den Microsoft-Programmen und ist weitest­gehend kompatibel mit den gängigen ­Dateiformaten. Hierbei handelt es sich um eine reine Online-Software, gratis nutzbar für jeden registrierten User ( http://docs.google.com ).

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Kommentare

  • OpenOffice
    von Benuzter gelöscht am 16.11.2010 um 22:55
    Leider is es nicht ganz so. Es ist alles irgendwie anders, die Menüpunkte sind aufeinmal nicht mehr da, wo sie sonst immer sind - halt - es ist ja nicht das MiniWeich-Büro. Es ist sicher für den normalen Heimanwender möglich, aber für Firmen nicht einfach. Man muss die Anwender neu einschulen, viele "Anwendungen" neu programmieren, Access-Datenbanken neu schreiben, weil "nur" SQL-Anweisungen verstanden werden...... Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnen kann..... Ob man sich in die Abhängigkeit des Herrn "Willhelm Tür" begeben will, muss jeder selber entscheiden...