Internetprovider

Günstig auf den Datenhighway

Seite 3 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 11/2002 veröffentlicht: 24.10.2002

Inhalt

Gesamtkosten

Dabei setzten sich die Kosten aus den Einzelposten der Telefonverbindung zum Internet Service Provider (ISP) plus allfälliger monatlicher Grund- und/oder Zeitgebühr des ISP zusammen: Die Aufwendungen steigen also mit der Zeit, die man im Netz verbringt („online ist“), unabhängig davon, was man dort macht; seine E-Mail abholen oder versenden, im WWW surfen oder nach Informationen suchen. Den persönlichen Online-Zeitbedarf zu kennen, ist also vor allem bei dieser Zugangsart wichtig.

Beobachtung dabei: Meist wird die tatsächlich im Netz verbrachte Zeit kräftig überschätzt. Denn laut Statistik steigen Herr und Frau Österreicher im Durchschnitt nur 13 Mal pro Monat ins Internet ein, um dort dann jeweils 28 Minuten pro Sitzung zu verbringen. In Summe also nicht einmal sieben Stunden monatlich – kaum zwei Drittel der Zeit, die etwa die bundesdeutschen Nachbarn im Internet verbringen. Und dennoch quält ein damit verbundenes „Problem“ viele heimische Surfer mehr als andere: Es könnte ja gerade während dieser Internetsitzung jener entscheidende Anruf hereinkommen, auf den man sein Lebtag lang gewartet hat, und den man nur deshalb nicht annehmen kann, weil die Telefonleitung durch die Internetverbindung besetzt ist. Tatsächlich ist dies einer der Hauptgründe für die Wahl oder den Umstieg auf eine andere, in der Regel für den Durchschnittssurfer, wesentlich teurere Zugangsart wie Kabel oder ADSL.

Kein "Besetzt-Problem" bei Kabel oder ADSL

Bei diesen beiden Zugangsarten jedenfalls ist man das „Besetzt-Problem“ los: ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) wird zwar gleichfalls über die Leitungen eines Telefonbetreibers abgewickelt, hält jedoch einen Sprechkanal frei. Aber: Die Leitung muss freigeschaltet werden (oder sogar der bereits abgemeldete Festnetzanschluss wieder hergestellt!). Es bedarf eines speziellen ADSL-Modems (und der Computer muss mit USB- oder Ethernetanschluss ausgerüstet sein), es werden eine ADSL-Herstellungsgebühr (ab rund 130 Euro) und ein monatliches Entgelt für die Zugangsberechtigung (etwa 12 Euro), meist eine Einrichtungsgebühr des Internet Service Providers plus dessen monatliche Kosten für den Datentransfer, berechnet. Die Gebühr richtet sich in der Regel nach der Menge der übertragenen Daten (= Transferlimit) – eine Größe, welche der Konsument meist noch schwerer einzuschätzen vermag als die Zeit, die er im Internet verbringt.

Die meisten Anbieter offerieren unterschiedlich große Pakete zu einem Fixpreis (der natürlich mit der Größe der erlaubten Datenmenge steigt); wird dieses Datenvolumen überschritten, entstehen meist erhebliche Zusatzkosten.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo