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Internetprovider (Breitband)

Mit Volldampf ins Netz

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Konsument 11/2003 veröffentlicht: 16.10.2003

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Wer was von Breitband hat

Die durchschnittliche Internet-Nutzungsdauer scheint eher dagegenzusprechen: Gerade mal schwache sechs Stunden war der durchschnittliche Internet-Surfer laut ORF-Medienforschung zum Erhebungszeitpunkt April 2003 monatlich im Internet unterwegs. Und dennoch können gute Gründe für den Um- oder Einstieg auf Breitband sprechen. Und zwar ist Breitband interessant:

  • für Familien mit (mehreren) Internet-wütigen Kindern;
  • für User (Internet-Teilnehmer), die mit Vorliebe große Software-, Video- und Musikdateien aus dem Netz „saugen“ und es dabei eilig haben;
  • für Teilnehmer, die auch beim Surfen ihre Telefonleitung freihalten möchten;
  • für Leute, denen das Einwahlprozedere über ein herkömmliches analoges Modem zu lange dauert.

Denn das Einwählen gibt’s beim Breitband-Zugang nicht: „Always on“ lautet hier die Devise, die Internetverbindung besteht permanent; die im Internet verbrachte Zeit spielt dabei keine Rolle. Abgerechnet wird vielmehr nach transferiertem Datenvolumen, wobei die aus dem Netz bezogenen Daten („Download“) und die an das Netz gesendeten Daten („Upload“) addiert werden.

Wie viel Internet fürs Geld?

Die Preismodelle der meisten Anbieter starten bei einem Transfervolumen von monatlich einem Gigabyte (1 GB), was etwa dem Inhalt von eineinhalb CDs entspricht. In den meisten Fällen wohl ausreichend, weshalb wir auch diese „untere Leistungsklasse“ der Anbieter für unsere Marktübersicht herangezogen haben. Wer mehr benötigt, muss ein größeres Transferpaket bestellen oder bei Überschreitung des georderten Datenvolumens nachbezahlen (siehe „Überziehungsgebühr“ in der Tabelle). Eine Ausnahme bilden hier die „flat rate“-Preismodelle, die – fairen Gebrauch der Leitungskapazitäten vorausgesetzt („fair use“) – keine fixe Begrenzung vorsehen, dafür aber auch eine tendenziell höhere monatliche Grundgebühr haben als die 1 Gigabyte-Zugänge („accounts“).

Apropos Gebühren: Die Ermittlung der tatsächlichen Kosten kann beim Breitbandzugang ganz schön kompliziert sein, abhängig von der gewählten Zugangsart. Prinzipiell stehen dafür zur Verfügung:

Breitband via Telefonleitung

... mit Spezialmodem und Netzwerkkarte oder USB-Modem und einem so genannten Splitter an der Telefondose. Dieser Splitter trennt die Leitung in drei Informationskanäle: Einer bleibt der Sprachtelefonie erhalten, ein weiterer dient dem Download, der dritte dem Upload von Daten. Da die letzten bei-den unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten verkraften, nennt man diese Verbindungsart „asymmetrisch“; in Ô der Abkürzung ADSL („Asymmetric Digital Subscriber Line“).

Hier werden also (meist) die Leitungen der Telekom benutzt, an welche somit – neben der Telefon-Grundgebühr – auch eine zusätzliche ADSL-Bereitstellungsgebühr fällig wird, und zwar egal ob man die Telekom oder einen anderen Provider gewählt hat. Diese Zugangsgebühr kann entweder von der Telekom oder vom Provider kassiert werden. (Eine Ausnahme davon bilden die „entbündelten“ Zugänge, bei denen der „Alternative Netzwerkbetreiber“ auch für die „letzte Meile“ der Telefonleitung zuständig ist, etwa inode XDSL Home.)

 

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