KONSUMENT.AT - Jugendliche und neue Medien - Privates bleibt nicht privat

Jugendliche und neue Medien

Virtuelle Welten

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KONSUMENT 4/2012 veröffentlicht: 29.03.2012

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Privates bleibt nicht privat

Den wenigsten Jugendlichen ist bewusst, dass im Netz keineswegs immer nur harm­loses Geplauder und der Austausch von ­Neuigkeiten stattfindet. Zwar stehen die Portale zur weltweiten Kommunikation, aufgepeppt mit diversen anderen Angeboten wie interaktiven Spielen oder Tests, unentgeltlich zur Verfügung. Sie verlangen den Nutzern ­jedoch sehr wohl etwas ab, nämlich die Preisgabe der Privatsphäre – eine Tatsache, die selbst Erwachsenen nicht immer klar ist. ­Einmal getätigte Einträge sind nur äußerst schwer zu löschen. Und während im nor­malen Alltagsleben irgendwelche unerquicklichen Erlebnisse oder peinliche Situationen schnell wieder vergessen sind, bleiben sie im Netz an einem kleben wie Kaugummi.

Viele öffentlich einsehbare Profile

Digitale Communities wie Facebook wissen von ihren Nutzern alles, mehr als jede investigative Polizeibehörde. Und die Betreiber ­verkaufen diese Informationen, vor allem an die Werbewirtschaft, die jahrzehntelang von solchen Kundenprofilen zum punktgenauen Marketing nur träumen konnte. Von Privatsphäre kann also keine Rede sein, auch wenn viele junge User heute schon darauf verzichten, kompromittierende Fotos vom letzten Komasaufgelage ins Netz zu stellen. Allerdings macht laut Jugendkulturforschung-Studienleiter Michael Schaefberger nahezu die Hälfte der männlichen Community-Mitglieder ihre Profile öffentlich einsehbar. Und nur zehn Prozent aller 11- bis 19-jährigen User geben an, über die Sicherheitseinstellungen "sehr gut" Bescheid zu wissen.

Handys können die Jugendlichen zu Leichtsinn verleiten

Auch Handys sind längst nicht mehr bloß zum Telefonieren oder SMS-Schreiben da. Die Heranwachsenden fotografieren sich selber und andere in den unmöglichsten Situa­tionen. Fotos und Videos landen dann meist ohne Einwilligung der abgebildeten Personen im Internet. Das Pärchen, das nachts in einem Abteil der Wiener U-Bahn Sex hatte, fand sich, noch ehe die Hosen wieder hinaufgezogen waren, auf YouTube wieder – zur allgemeinen Gaudi oder zur Empörung über die sittenlose heutige Jugend.

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Kommentare

  • Schlecht recherchiert
    von fam_hoedl am 06.04.2012 um 19:39
    Dass Rollenspiele auch Adventures genannt werden, stimmt nicht. Bei Adventures steht das Lösen von Rätseln im Vordergrund, bei Rollenspielen das Entwickeln der Spielfigur(en). Beispiele für Adventures: Monkey Island, Deponia, ... Beispiele für Rollenspiele: Risen, The Elder Scrolls 5: Skyrim, Baldurs Gate
  • Schlecht recherchiert
    von fam_hoedl am 06.04.2012 um 19:33
    Dass Rollenspiele auch Adventures genannt werden, stimmt nicht. Bei Adventures steht das Lösen von Rätseln im Vordergrund, bei Rollenspielen das Entwickeln der Spielfigur(en). Beispiele für Adventures: Monkey Island, Deponia, ... Beispiele für Rollenspiele: Risen, The Elder Scrolls 5: Skyrim, Baldurs Gate