KONSUMENT.AT - Jugendliche und neue Medien - Beispiele: Abenteuer, Strategie, Simulation

Jugendliche und neue Medien

Virtuelle Welten

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KONSUMENT 4/2012 veröffentlicht: 29.03.2012

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Abenteuer, Strategie, Simulation

Einige Spiele haben wir uns stellvertretend für unterschiedliche Typen genauer angeschaut. Das Rollenspiel Herr der Ringe Online (www.lotro.com) informiert unter der Überschrift „wirklich kostenlos“ über kostenloses und kostenpflichtiges Spielen – allerdings in sehr allgemeiner Form. Das kostenlose Spiel dient nur als Köder. Nach einiger Zeit – wenn schon viel Zeit und Aufwand in die Entwicklung des virtuellen Charakters investiert wurde – stockt das Spiel. Und so schließt man eine VIP-Mitgliedschaft um 12,99 Euro monatlich oder 89,99 Euro im Jahr ab, um weiterspielen zu können. Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn man weiteren Content wie eine bessere Ausrüstung kauft.

Juggernaut ist ein kleines Rollenspiel und informiert ebenfalls erst nach mehreren Klicks über kostenpflichtige Elemente. Allerdings ist Spielspaß hier auch ohne Zukäufe möglich, weil sich die käuflichen Spielvorteile in Grenzen halten.

Die Wirtschaftssimulation Industrie Tycoon 2 (www.itycoon2.de) erweckt auf der Start­seite den Eindruck, das Spiel sei völlig gratis. Genaueres erfährt man erst nach der Regis­trierung, also wenn man Benutzername, Password und E-Mail-Adresse angegeben und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen anerkannt hat. Prinzipiell kann man kostenlos spielen, die Möglichkeiten sind jedoch eingeschränkt. Die Premium-Mitgliedschaft kostet 36,50 Euro jährlich, man kann aber weitere Features wie etwa die Baubeschleunigung kaufen. Bis zu 200 Euro können auf einmal in Spielwährung umgetauscht werden.

Das Strategiespiel League of Legends (http://na.leagueoflegends.com) ist ein Kampfspiel, das auf der Startseite ebenfalls prominent „kostenlos spielen“ anpreist. Man muss Champions sammeln und Gegner besiegen. Dabei spielt man in einem Team. Die Champions sind jedoch großteils nur gegen Geld erhältlich, als Gratisspieler muss man sie sich mühsam und zeitaufwendig erspielen. Dabei steigt der Zeitaufwand (gemessen in sogenannten Erfahrungs­punkten) für teurere Champions viel schneller als der Bargeldbetrag, was Spieler dazu verleitet, sich gute Champions zu kaufen.

Die virtuelle Welt Second Life (www. secondlife.com) bietet eine Plattform für unterschiedliche Aktivitäten. Man kann mit anderen kommunizieren, Phantasiewelten be­trachten, Gegenstände kaufen und verkaufen und sich über „echte“ Institutionen wie Museen oder Universitäten informieren. Dabei ist man als Avatar (virtuelle Persön­lichkeit) auch für andere Besucher von Second Life sichtbar. Dessen Standardausstattung ist eher bescheiden, sodass man versucht ist, sich ein schöneres Aussehen (Haut, Haar, Kleidung) zu kaufen. Danach erwirbt man vielleicht eine Landparzelle und ein Haus, wo man seine Gegenstände sicher herstellen und für alle sichtbar ausstellen kann. Dafür werden dann wöchentliche Gebühren fällig. Man kann sich in Second Life also kostenlos aufhalten, die Versuchung, auch echtes Geld zu investieren, ist allerdings groß. Der Umsatz durch die Second-Life-Händler betrug im 3. Quartal 2011 rund 4,7 Millionen US-Dollar.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Schlecht recherchiert
    von fam_hoedl am 06.04.2012 um 19:39
    Dass Rollenspiele auch Adventures genannt werden, stimmt nicht. Bei Adventures steht das Lösen von Rätseln im Vordergrund, bei Rollenspielen das Entwickeln der Spielfigur(en). Beispiele für Adventures: Monkey Island, Deponia, ... Beispiele für Rollenspiele: Risen, The Elder Scrolls 5: Skyrim, Baldurs Gate
  • Schlecht recherchiert
    von fam_hoedl am 06.04.2012 um 19:33
    Dass Rollenspiele auch Adventures genannt werden, stimmt nicht. Bei Adventures steht das Lösen von Rätseln im Vordergrund, bei Rollenspielen das Entwickeln der Spielfigur(en). Beispiele für Adventures: Monkey Island, Deponia, ... Beispiele für Rollenspiele: Risen, The Elder Scrolls 5: Skyrim, Baldurs Gate