Mini-Computer

Hürdenlauf zum Datenhighway

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Konsument 1/2002 veröffentlicht: 01.01.2002

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Achtung bei Infrarot-Schnittstellen

Voraussetzung Nummer zwei: Ihr Handy muss mit Ihrem Mini-Computer kommunizieren können. Am einfachsten und, was die Aufwendungen für Hardware betrifft, auch am billigsten ist dies über die möglicherweise vorhandene Infrarot-Schnittstelle der Geräte zu realisieren. Jeder Mini-Computer verfügt über eine Infrarot-Schnittstelle – ältere Handys hingegen nicht unbedingt. Infrarot-Schnittstellen erkennt man am „Infrarot-Auge“, einer dunkelroten, fast schwarz wirkenden Plastikfläche.

Ein Modem ist Voraussetzung

Eine „einfache“ Infrarot-Schnittstelle allein genügt für den Internet-Zugang aber noch nicht, denn Sie benötigen außerdem noch eine Modemlösung für die Abwicklung des Datenverkehrs. Die Grundausstattung von Taschencomputern beinhaltet normalerweise kein Modem.
Aber vielleicht hat Ihr Handy ja nicht nur ein „Infrarot-Auge“, sondern sogar ein dahinter liegendes Infrarot-Modem? Allein durch Augenschein ist das nicht zu erkennen, da ein simples „Infrarot-Auge“ genauso aussieht wie ein solches mit Modem-Funktion. Hier gilt es also, in der Produktbeschreibung des Handys nachzuschlagen.
Tipp: Für manche Handy-Typen gibt es aufsteckbare Infrarot-Modems zum Nachrüsten.
Ist ein Infrarot-Modem am Handy vorhanden, kann die Kommunikationssoftware am Mini-Computer konfiguriert werden (Sie benötigen dazu die spezifischen Angaben zu Passwort, Benutzername, Einwahlnummer etc. Ihres Providers), und anschließend müssen die „Infrarot-Augen“ von Taschencomputer und Handy aufeinander ausgerichtet werden. Klappt alles, sendet der Mini-Computer die für die Einwahl benötigte Rufnummer an das Handy und wickelt in der Folge das Einwahlprozedere (Prüfung der Zugangsberechtigung etc.) ab. Sofern Sie auch die Daten für Ihren E-Mail-Zugang am Minicomputer eingegeben haben, können Sie nun Mails abholen und versenden.

Softmodems

Was aber, wenn das Handy über kein Infrarot-Modem verfügt und sich auch nicht nachrüsten lässt?
Dann könnten Sie ein neues Handy kaufen. Oder aber ein Softmodem verwenden. Das ist ein Programm, das auf Ihrem Mini-Computer ein Modem „emuliert“, also nachmacht. Solche Programme gibt es für viele (aber nicht für alle) Mini-Computer und für viele (aber nicht alle) Handys. Verfügt Ihr Handy zumindest über eine einfache Infrarot-Schnittstelle, ersetzt das Programm also das fehlende Infrarot-Modem. Fehlt selbst die Infrarot-Schnittstelle, ist auch noch nicht alles verloren: In diesem Fall benötigen Sie ein spezielles Kabel, das genau für Ihren Mini-Computer und Ihr Handy geeignet ist.
Vorsicht, Falle: „Speziell“ meint hier auch genau das! Sie können nicht eines der mitgelieferten Kabel verwenden (wie man sie beispielsweise zur Verbindung zwischen dem Winzling und dem Desktop-PC benutzt), sondern müssen das vom Hersteller der Software angebotene einsetzen. Kosten für Software und Kabel: rund 1500 Schilling (109 Euro).

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