KONSUMENT.AT - Musikdigitalisierung: alte Schätze - Import- und Bearbeitungssoftware

Musikdigitalisierung: alte Schätze

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KONSUMENT 9/2012 veröffentlicht: 30.08.2012

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Import als WAV-Datei

Auf dem PC ist die nachträgliche Titeltrennung immer möglich. Wenn nicht mehr verlangt wird, dann ist es auch unproblematisch, die Musik gleich ins MP3-Format umzuwandeln. Manche Geräte (z.B. jene, die auf USB-Sticks zwischenspeichern) bzw. deren mitgelieferte Software erlauben gar nichts anderes. Ist jedoch eine Nachbearbeitung notwendig, dann ist der Import im unkomprimierten WAV-­Format sinnvoller. Erst danach führt man die Konvertierung ins platzsparende MP3-Format durch.


Das heißt, man sollte anstelle der mitgelieferten Software eine Alternative verwenden, die den Import als WAV-Datei zulässt. Gleiches gilt für den Fall, dass die beiliegende Software das Vorhandensein des iTunes-Mediaplayers voraussetzt, Sie diesen aber nicht verwenden möchten.

Begrenzte Haltbarkeit der Geräte

Die obigen Hinweise betreffend die Software gelten auch für die Kassettenspieler. Unter ihnen gibt es einige wenige teure und hochwertige USB-Kassettendecks, die eine oder andere preiswertere Ausführung (für weniger als 100 Euro) sowie eine Reihe tragbarer Geräte, die lediglich zwischen 20 und 40 Euro kosten. Allerdings sind diese (genauso wie die preiswerteren Kassettendecks) meist recht billig gemacht; es kann zu Gleichlaufschwankungen kommen und die Haltbarkeit der Geräte ist begrenzt.

Import- und Bearbeitungssoftware

Im Wesentlichen gibt es drei Programme, die für das Digitalisieren und Bearbeiten analoger Tonträger infrage kommen: die Freeware Audacity, das Magix Audio Cleaning Lab MX (bzw. das schon genannte Magix-Paket „Retten Sie Ihre Schallplatten“ inklusive Vorverstärker) und Nero. Da von den beiden ­kostenpflichtigen Programmen jeweils Testversionen verfügbar sind, ist es ratsam, alle drei auszuprobieren.

Audacity (http://audacity.sourceforge.net) ist ein kostenloses Werkzeug, das alles bietet, nur keine Komfortfunktionen. Dadurch ist das Programm für Einsteiger relativ ­unübersichtlich und verwirrend. Bearbeitungsschritte, wie das Entrauschen und Entknacksen müssen einzeln durchgeführt ­werden. Die online verfügbare Anleitung ist aber verständlich und detailliert. Wenn Sie die Dateien ins MP3-Format umwandeln möchten, müssen Sie zusätzlich den „LAME MP3 Encoder“ herunterladen und installieren.

Das Magix Audio Cleaning Lab MX (www.magix.com; 40 bis 50 Euro) bietet den größten Komfort für Einsteiger. Große Symbole und eingeblendete Erklärungen sind eine gute Hilfe. Sobald Sie beispielsweise auf das Plattenspielersymbol klicken, öffnet sich ein Fenster mit Importeinstellungen. Hier wählen Sie in den erweiterten Einstellungen (>>Erweitert<<) z.B. „Vinyl“ als Aufnahmequelle, „Automatische CD-Track-Erkennung“ und „Automatisch in einzelne Dateien speichern“. In weiteren Schritten wird die Aufnahme dann (halb-)automatisch von Stör­geräuschen befreit, klanglich verbessert und ins gewünschte Dateiformat exportiert.

Anders als Magix ist Nero (www.nero.com/deu; 50 bis 60 Euro) ein multifunktionales Werkzeug zum Brennen, Sichern, Bearbeiten und Konvertieren von Videos, Musik, Wiederherstellen von Daten etc. Das Importieren und Bearbeiten von Musikdateien mittels „Nero SoundTrax“ ist eine von vielen Möglichkeiten, weshalb es sich nicht lohnt, allein wegen dieser Funktion zu Nero zu greifen. Das Programm verfügt zwar ebenfalls über einen recht brauchbaren Assistenten, ins­gesamt ist es jedoch für Einsteiger recht ­verwirrend und benötigt aufgrund seiner Funktionsvielfalt eine Menge Speicherplatz. Der Assistent nennt sich übrigens „LP-zu-CD-Assistent“. Mit dem gleichfalls im Programm- paket enthaltenen „Nero Wave Editor“ sind nachträglich diverse Klang­optimierungen möglich.

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Kommentare

  • Musikdigitalisierung
    von ornig am 09.12.2014 um 19:50
    Dieser Artikel war sehr hilfreich und verständlich.