Notebooks

Die Tempobolzer

Seite 2 von 8

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 4/2003 veröffentlicht: 20.03.2003, aktualisiert: 27.03.2003

Inhalt

Statt immer billiger – immer schneller

Und tatsächlich: Seit unserem letzten Notebook-Test vor einem Jahr (siehe dazu: Weitere Artikel - "Notebooks - So finden Sie Ihren Typ") hat sich etwa die Taktrate der eingebauten Prozessoren mehr als verdoppelt. Denn die Industrie weiß: Das ist der Punkt, auf den der „typische“ Anwender schaut – dass er davon bei den gleichfalls „typischen“ Anwendungen so gut wie nichts mitbekommt, spielt da keine Rolle, mit bezahlen muss er den Gigahertz-Fetischismus in jedem Fall. Gäbe es diesen nicht, könnten Notebooks deutlich billiger sein. So aber ist der durchschnittliche Preis der getesteten Geräte im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich gefallen, wobei die Bandbreite nach wie vor beträchtlich ist: Ein „gutes“ Notebook gibt es schon ab 1600 Euro, Sie können aber auch locker um die Hälfte mehr ausgeben. Gestiegen ist hingegen die Qualität: Mussten sich vor einem Jahr noch knapp zwei Drittel der getesteten Notebooks mit einem „durchschnittlich“ zufrieden geben, überwiegen heuer eindeutig die „guten“ Geräte.

Skepsis bei "mobilen"-Prozessoren

Eine Reihe von Modellen ist mit speziell für Notebooks entwickelten „Mobile“-Prozessoren (von Intel oder AMD) ausgestattet. Diese haben eine geringere Stromaufnahme, würden sich damit weniger erhitzen, dadurch die Komponenten in der Enge des Notebook-Gehäuses schonen und längeres Arbeiten mit einer Akkuladung erlauben – heißt es. Zumindest was den letzten Punkt betrifft, ist Skepsis angebracht: 2,7 Stunden beträgt die mit einer Akkuladung erreichbare durchschnittliche Arbeitszeit bei den „Mobile“-Prozessoren, nur unbedeutend weniger jene mit herkömmlichen Pentium-4- oder AMD-Herzen: 2,6 Stunden. Ob das allein den Mehrpreis rechtfertigt?

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo