KONSUMENT.AT - Online-Shopping - Bessere Bedingungen

Online-Shopping

Hürden im Web

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KONSUMENT 11/2011 veröffentlicht: 27.10.2011

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Ortung nicht immer einfach

Ein wichtiger Rat beim Onlineshopping lautet, dass man möglichst genau nachsehen sollte, von wem man die Ware kauft. Denn nur wenn man wirklich weiß, wer der tatsächliche Verkäufer ist, kann man auch überprüfen, ob es sich dabei um einen seriösen Anbieter handelt. Aber oft ist das nicht so einfach, wie sich auch für einen der Mystery Shopper in dieser Untersuchung zeigte: Er bestellte von Österreich aus Waren auf einer vermeintlich britischen Website. Als er diese Site später noch einmal genau unter die Lupe nahm, stellte sich heraus, dass es sich um einen Anbieter aus den USA handelte. Die Ware wurde auch zugestellt; eine Rücknahme verweigerte der Verkäufer aber.

Gerichtsstand beachten

In der Praxis würde es für den Käufer auch schwierig werden, zu seinem Recht zu kommen, denn zuständig wäre wahrscheinlich ein Gericht in den USA. Dieses Problem fällt bei Bestellungen innerhalb der Europäischen Union weg: Dank Europäischem Mahnverfahren und Europäischem Bagatellverfahren hat die Justiz jetzt auch über die Landesgrenzen hinweg einfacher Zugriff auf unseriöse oder rückzahlungsunwillige Anbieter.

Bessere Bedingungen

Von einzelnen Ausreißern abgesehen, lassen sich aus der Untersuchung folgende Schlüsse ziehen: Die Bedingungen für grenzüberschreitendes Onlineshopping haben sich weiter verbessert; das Hauptproblem – nämlich Schwierigkeiten rund um die Zuverlässigkeit der Lieferungen – konnte deutlich verringert werden. Die meisten Produkte wurden ausgeliefert, und zwar in der Form, wie sie bestellt worden waren sowie ohne Schäden. In den wenigen Fällen, in denen der Kaufpreis bereits abgebucht worden war, die Ware aber nicht geliefert wurde, erstatteten 50 Prozent der Verkäufer den Betrag. In den restlichen Fällen stand es dem Käufer offen, die Abbuchung von seinem Bank- oder Kreditkartenkonto zu widerrufen.

OK, aber mit Vorsicht

In Anbetracht der weitgehend problemlosen Warenlieferung und der Möglichkeit, mit der Kreditkarte ein mittlerweile bewährtes Zahlungsmittel einzusetzen, könnten Konsumenten ruhig auf das Cross-Border-Shopping setzen. Der Einkauf im relativ gut reglementierten virtuellen EU-Markt ist demnach besser als sein Ruf. Allerdings wird den europäischen Verbrauchern – bei aller positiven Einschätzung – auch geraten, Vorsicht walten zu lassen.

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Kommentare

  • Versandkosten?
    von rygel975 am 27.10.2011 um 16:33
    Dass Versandkosten auch rückerstattet werden müssen, ist mir neu. Macht keiner. Bei vielen muss man sogar die Versandkosten für das Rückschicken zahlen, bzw. erlauben das Rückschicken nur wenn die Ware "ungeöffnet" ist. Ja, wie soll ich das denn dann testen können? Scherzkekse. Rumstreiten bringt nichts und kostet nur Zeit. Bei Händlern mit solchen AGBs bestelle ich einfach nicht.