KONSUMENT.AT - Signal-Messenger: Selbstüberwindung - Mehr Datenschutz, weniger Komfort?

Signal-Messenger: Selbstüberwindung

Kommentar von Gernot Schönfeldinger

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KONSUMENT 2/2019 veröffentlicht: 31.01.2019, aktualisiert: 22.03.2018

Inhalt

Der Weg zu mehr Datenschutz ist mit Überwindung verbunden. Nicht zuletzt der Selbstüberwindung. Denn mehr Sicherheit bedeutet auch weniger Komfort.

Gernot Schönfeldinger über Computer, Smartphones und Software (Foto: VKI)

Wieder ist mir eine Bekannte von Whats-App zum alternativen Messenger Signal gefolgt, den ich aus Datenschutzgründen bevorzuge. Mir geht’s dabei weniger um den beliebten Volkssport der Weiterverbreitung privater Fotos, lustiger Videos und weiser Sprüche als vielmehr um den Austausch von Nachrichten unter Wahrung der Privatsphäre aller Beteiligten.

Wunsch nach Alternativen steigt

Die Einsicht, dass selbstlose Wohltäter der Menschheit unter den Größen der IT-Branche eher dünn gesät sind, lässt glücklicherweise auch in anderen Menschen den Wunsch nach Alternativen aufkeimen. Allerdings werde ich seither mit Anfragen bombardiert: Wie geht dies, wo ist das? Bei WhatsApp kann man … und warum bei Signal nicht? – „Darum!“, möchte ich anworten.

Sicherheit bedeutet auf Schnickschnack verzichten!

Darum, weil Sicherheit einen großen Nachteil hat; sie ist nämlich unbequem, weil sie auf Schnickschnack, der vom Wesentlichen ablenkt, verzichtet. Dem gegenüber steht unsere angelernte hohe Erwartung an den Komfort. Wenn ich daher sage, dass die Hinwendung zu mehr Sicherheit mit der Überwindung von Hindernissen verbunden ist, dann bedeutet das nicht zuletzt auch Selbstüberwindung. Und diese Hürde kann groß sein. 

Dieses und viele weitere Themen finden Sie auch in meinem Technik-Blog unter: www.blog.vki.at/categories/technikspielplatz

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