Sprachbox im Ausland

Roamingkosten auch bei abgeschaltetem Handy

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KONSUMENT 3/2016 veröffentlicht: 25.02.2016

Inhalt

"Ich flog mit aktivierter Sprachbox ins Ausland, wollte aber ohnehin nur über WLAN E-Mails abrufen. Die restliche Zeit blieb das Handy ausgeschaltet. Einmal kam ein Anruf herein, den ich nicht annahm. Nach der Rückkehr hatte ich trotzdem Mehrkosten von 40 Euro, angeblich wegen mehrerer weiterer Anrufe, als das Gerät abgeschaltet war. Wie kann das sein?" - In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Franz Wallner.

Franz Wallner (Bild: Ursula Payer/VKI)
Franz Wallner

Visitor Location Register (VLR)

Bucht sich ein Handy in ein ausländisches Netz ein, dann wird die Rufnummer im dortigen Visitor Location Register (VLR) angemeldet. Wird das Gerät im Ausland ausgeschaltet, dann gilt bei den folgenden Anrufen zu dieser Nummer trotzdem der letzte bekannte VLR-Eintrag.

Worst-Case-Szenario

Im Fall der Sprachbox entstehen durch die Anrufweiterleitung ins Ausland und zurück nach Österreich Roamingkosten. Dies gilt so lange, bis sich das Handy wieder erstmalig ins Heimatnetz einbucht. Im schlimmsten Fall würden also sogar weiterhin Kosten anfallen, wenn Sie mit ausgeschaltetem Handy zurückfliegen und es dann zu Hause liegen lassen, ohne es wieder aufzudrehen.


Hier finden Sie mehr unserer Tipps nonstop.

Kommentare

  • Permanente Rufumleitung verwenden
    von klaus3000 am 27.02.2016 um 08:59
    Wenn man sich sicher ist, dass man im Ausland nicht telefonisch erreichbar sein will, dann ist es besser eine unbedingte Rufumleitung zu verwenden. Diese wird immer im Heimnetz konfiguriert. Das heißt, auch wenn das Telefon im Ausland eingebucht ist, bleiben eingehende Anrufe im Heimnetz und es fallen für diese eingehende Telefonate keine Roaminggebühren an. Trotzdem kann man im Ausland noch aktiv telefonieren sowie SMS senden und empfangen. Es ist auch möglich die unbedingte Rufumleitung im Ausland zu deaktivieren und wieder zu aktivieren, falls notwendig.
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