KONSUMENT.AT - Streaming-Plattformen - Kampf gegen Filesharing, Werbung

Streaming-Plattformen

Musik liegt in der Luft

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KONSUMENT 2/2012 veröffentlicht: 17.01.2012

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Kampf gegen illegales Filesharing

Die Streamingtechnologie lässt bei der Musik­industrie Hoffnung aufkeimen. Das illegale Filesharing stellt seit den 1990er-Jahren angeblich eine wesentliche Bedrohung für die Musikindustrie dar. Die Branche hat auf die MP3-Technologie nicht rechtzeitig reagiert. Inzwischen übersteigen Downloads den Kauf von CDs um ein Vielfaches. Auch die großen legalen Downloadplattformen wie iTunes und Musicload konnten in der Vergangenheit mit den illegalen Plattformen nicht konkurrieren. Streamingplattformen sollen dem entgegenwirken.

Finanzierung durch Werbung

Nun haben vor allem Gratis-Streamingplattformen die Chance, sich am Markt zu etablieren. Geld verdienen diese Plattformen hauptsächlich durch Werbung. Diese kann als Banner auf der Website oder durch Audiospots zwischen den einzelnen Musikstücken auftreten. Bei der Registrierung auf der jeweiligen Plattform wird man aufgefordert, Daten wie Geschlecht, Alter, Musikgeschmack usw. anzugeben. So können die Anbieter die Werbe­einschaltungen für jeden Nutzer individuell abstimmen. Die User werden also nur mit Werbung konfrontiert, die sie auch tatsächlich interessieren könnte.

Aber auch Bezahl-Streamingplattformen ­haben die Möglichkeit, den Einstieg in den Musikmarkt zu schaffen. Alles was sie dafür benötigen, ist ein ausgeklügeltes Geschäftskonzept und die erfolgreiche Vermarktung der Vorteile des Streamings gegenüber dem Download (siehe rechts "Vor- und Nachteile") .

Woher stammt die Musik?

Streamingplattformen funktionieren grundsätzlich auf legaler Basis. Die Betreiber gehen Lizenzvereinbarungen mit den großen Musik-Labels wie Sony, EMI, Warner Music, The Orchard, Merlin, Finetunes und Universal Music ein. Als Gegenleistung für die Musik­titel verlangen die Labels Beteiligungen an den Werbeeinnahmen und Anteile aus eventuellen gebührenpflichtigen Premium-Musikdiensten.

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