Telefon-Kombitarife

Im Multipack nicht billiger

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Konsument 11/2000 veröffentlicht: 01.11.2000

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Kombiangebote ohne Kostenvorteil

Die Angebote der Mobilfunkbetreiber richten sich in erster Linie an Leute, die bereits einen Handyvertrag haben: Sie sollen auch im Festnetz „ihren“ Mobilfunkbetreiber nutzen. Bei A1 und max ist ein Handyvertrag sogar Bedingung, one und tele.ring können auch ohne einen solchen im Festnetz genutzt werden. Und zwar funktioniert das nach der üblichen Call-by-Call-Methode, also durch Eingabe einer vierstelligen Einwahlnummer. Das Gleiche gilt fürs Surfen im Internet.

Offensichtlich geht es den Anbietern darum, den Bekanntheitsgrad ihrer Marke (die Handynetze kennt fast jeder Österreicher) zu nutzen, um auch in anderen Revieren zu wildern. Für die Kunden ist der Nutzen weit weniger ersichtlich. Zunächst einmal sind Behauptungen wie „keine Grundgebühr“ oder „gratis“, gelinde gesagt, kühn. Denn man zahlt sogar zwei Grundgebühren – eine fürs Festnetz und eine fürs Handy.

Und auch bei den Gesprächsgebühren gibt es in der Regel keine Ersparnis: Die Kombitarife entsprechen den Tarifen bei getrennter Nutzung. Das gilt vor allem für Gespräche vom Handy (sie sind daher nicht in der Tabelle berücksichtigt). Wenn allerdings die Tarife im Kombipack sogar teurer sind als bei getrennter Rechnung, sollten sich Stammkunden fragen, ob sich ihre Treue eigentlich lohnt. Bei A1 Total kostet beispielsweise die Gesprächsminute vom Festnetz zum Festnetz rund um die Uhr 88 Groschen. Im Standardtarif der Telekom zahlt man in der Freizeit lediglich 40 Groschen. Eine Ersparnis bringen die Kombiangebote eigentlich nur bei Gesprächen vom Festnetz zum Handy – allerdings gibt es eine Reihe von Call-by-Call-Anbietern, die noch günstiger sind.

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