Telefonieren im Festnetz

Wo sich Sparen lohnt

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Konsument 8/2000 veröffentlicht: 01.08.2000

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Freie Wahl erhalten

Die fehlende Wahlmöglichkeit ist denn auch ein großer Nachteil beim zweiten Netzbetreiber Priority Telecom. Sein Tarifmodell Classic ist zwar auf Grund der niedrigen Grundgebühr für sparsame Telefonierer eine günstige Alternative zur Telekom Austria, aber die Priority-Leitung lässt keine Einwahl von Call-by-Call-Anbietern zu. Das wiegt umso schwerer, weil Priority in den teuren Tarifzonen kaum billiger als die Telekom ist. Nur die Call-Back-Anbieter GTS und Econophone können von Priority-Kunden angewählt werden (über Eingabe einer individuellen Nummer beziehungsweise eines PIN-Codes). Wegen ihres wenig attraktiven Angebotes sind sie nicht in der Tabelle vertreten. So kosten bei GTS Gespräche zum Handy rund um die Uhr drei Schilling, außerdem wird in Dollar abgerechnet, das heißt, man trägt auch noch ein Währungsrisiko.

Bei einem überschlagsmäßigen Vergleich wird erfahrungsgemäß häufig vergessen, dass auch bei einem permanenten Wechsel zu einem Call-by-Call-Anbieter weiterhin die Grundgebühr an die Telekom zu entrichten ist. Rund 400 bis 500 Schilling auf jeder Telekom-Rechnung sind also fix; die möglichen Einsparungen bei den Gesprächsgebühren werden aus diesem Grund oft überschätzt.

Unerfreuliches Detail am Rande: Ab 1. September wird die Telefonauskunft der Telekom mit einer Gebühr belastet: Pro Minute wird man für eine Auskunft im Minimumtarif 14,99 Schilling bezahlen müssen.

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