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Telefonieren im Zug

Störfaktor Handy

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Konsument 2/2003 veröffentlicht: 15.01.2003

Inhalt

Nervende Handys

Die Kehrseite des zunehmenden Handygebrauchs im Zug haben regelmäßige Zugbenützer wohl auch schon kennen gelernt: die Belästigung durch Handybenützer, die sich nicht kurz fassen können, ein Zugabteil mit ihrem Wohnzimmer verwechseln, schlechten Empfang durch hohe Lautstärke wettzumachen versuchen und die anderen Fahrgäste in ihrer Umgebung zum ungewollten Mitlauschen nötigen.

Schwätzer unter sich

Die ÖBB planen die Einrichtung von Handyruhezonen, wie es sie bereits in Zügen der Deutschen Bahn gibt. Diese werden mit entsprechenden Piktogrammen gekennzeichnet, signalisieren aber kein Verbot (wie etwa das Nichtraucher-Piktogramm) – ein solches sei laut ÖBB, wie das deutsche Beispiel zeige, in der Praxis nicht durchsetzbar. Das Piktogramm weise nur darauf hin, dass in diesem Wagon keine Maßnahme getroffen wurde, um den Handyempfang zu verbessern. Einen klareren Weg gehen hier die SBB in der Schweiz. Dort gibt es seit längerem 1.- und 2.-Klasse-Ruhewagen in den Fernzügen, wo ein Handy- (aber auch etwa Walkman-) Verbot herrscht, das an jedem Fenster durch ein entsprechendes Piktogramm signalisiert wird und auf dessen Einhaltung auch die Zugbegleiter achten. Zu Jahresbeginn 2002 wollten die SBB diese „Flüsterwagen“ auflassen und entfachten damit in den Medien und unter ihren Kunden einen Sturm der Entrüstung, sodass sie rasch wieder von diesem Vorhaben abließen.

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