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Tintenpatronen

Druckkosten senken

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Konsument 11/2003 veröffentlicht: 15.10.2003

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Warum so teuer?

Langsam kommen die Druckerhersteller mit ihren teuren Tinten in Argumentationsnotstand. Die in unserem Test vertretenen Erzeuger bedienen sich unterschiedlicher Technologien: Bei HP-Druckern sitzt der Druckkopf auf der Patrone, wandert also bei jedem Patronenwechsel in den Müll. Bei Epson befindet er sich im Drucker, bleibt also erhalten, und bei Canon ist der Druckkopf eine eigene Einheit, die wie die Patrone getauscht werden kann. Zudem hat Canon separate Patronen für jede Farbe und nicht alle drei (Cyan, Magenta und Gelb) in einer. Dennoch ist das Preisniveau bei allen Systemen ähnlich, was den Schluss nahe legt, dass Verkaufspreise nicht unbedingt etwas mit den Gestehungskosten zu tun haben.

Erzeugung in Reinsträumen

Die happigen Preise begründen die Hersteller mit der hohen Qualität. Tintenpatronen müssen in Reinst-Räumen erzeugt werden – ein Staubkorn würde alles ruinieren. Canon und HP setzen Pigmenttinten ein. Hier schwimmen winzige Farbkörnchen in der Flüssigkeit, Epson verwendet so genannte getönte Farben, farbig ist also die Flüssigkeit selbst. Dies bringt jedoch kein Mehr an Qualität. Sogar die Epson-Original-Patrone druckte nur „durchschnittlich“.

Eingebaute Verschwendung

Epson hat in seine Patronen einen Chip eingebaut, der misst, wann die Patrone leer ist. Danach gibt es kein Weiterdrucken mehr. Doch Tests von Verbraucherorganisationen zeigten, dass dann oft sehr wohl noch genügend Tinte drinnen ist. Denn der Chip zählt die Menge der verbrauchten Tintentröpfchen. Das tut er aber nach einer Standard-Voreinstellung und nicht nach den realen Gegebenheiten. Epson argumentiert, dass es dank des Chips keine Fehldrucke durch leere Patronen mehr geben kann.

Aber: Blasser Druck oder Streifen sind bei Konsumenten weniger ein Problem als im Profi-Bereich. Doch die User ärgern sich nicht bloß über die kostentreibende Firmenpolitik, sie greifen zur Selbsthilfe. Mittlerweise kursiert Software, die diesen Chip überlistet. Die Ersparnis hält sich freilich in Grenzen.

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