Werbung für mobiles Breitband-Internet

Grenzenlos übertrieben

Seite 2 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 11/2009 veröffentlicht: 17.10.2009

Inhalt

Angebot "bis zu" 

Stellen Sie sich einmal Folgendes vor: „Konsument“ bietet Ihnen ein Jahresabo zu einem besonders attraktiven Preis an. Nicht ganz so prominent wie die Werbebotschaft sagen wir dazu, dass das tolle Abo aus „bis zu“ 12 Heften besteht. Und im Kleingedruckten erfahren Sie dann noch, dass wir bis zu 12 Hefte liefern, falls die Post Sie Ihnen auch zustellt.

Absurd? Was beim Zeitschriftenabo undenkbar wäre, ist bei mobilen Breitband­angeboten gang und gäbe.

Angebot "unlimitiert"

Stellen Sie sich weiters vor: Wir bieten ­Ihnen an, gegen eine Jahresgebühr von 20 Euro auf konsument.at zu surfen und „unlimitiert“ in 1.000 Tests aus dem Archiv zu schmökern. Erst im Kleingedruckten ­sagen wir Ihnen: Wenn Sie sich 500 Mal auf konsument.at eingeloggt haben, können wir nur mehr 10 Tests und Berichte für Sie zugänglich machen.

Auch absurd? Ja. Aber auch das ist bei mobilen Breitbandangeboten nicht ungewöhnlich.

Alles ist relativ

Konsumenten müssen schon genau hinschauen und genau lesen, um bei mobilen Breitbandangeboten herauszufinden, was Sache ist. Grundtenor: Unbegrenztes Downloadvolumen zum Superpreis – Surferherz, was willst du mehr! Aber alles ist relativ.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
6 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Vorab schlau machen, erspart die Klage danach...
    von julchen am 08.11.2009 um 18:39
    Spät aber doch möchte ich diesen Artikel auch noch kommentieren. Ich kann klaus3000 nur recht geben, wenn er an den Konsumenten appelliert, den Hausverstand zu benutzen! Mittlerweile bietet jeder Anbieter - so auch tele.ring - die Möglichkeit, entweder auf der Unternehmenswebsite oder eben auch via Hotline, abzuklären, wie es mit der Netzversorgung in der eigenen Region aussieht. Ist diese nicht gegeben, so kann man eben nicht einfach blind einen Vertrag anmelden. Und selbst wenn man aus den Netzabdeckungsübersichten nicht schlau wird, hat man immer noch die Möglichkeit, das mobile Internet vom Anbieter 14 Tage lang zuhause zu testen - mit Rückgaberecht, wenn man mit Geschwindigkeit/Empfang oder sonstigem unzufrieden ist. Aber für den Konsumenten ist es oftmals natürlich der einfachere Weg, bedingungslos zu kaufen und im nachhinein zu klagen ;-)
  • Hausverstand ist gefragt!
    von klaus3000 am 24.10.2009 um 23:07
    Wie bei vielen Produktion und Werbeversprechen ist auch etwas Hausverstand gefragt. Dass mobiles Internet von der Netzabdeckung abhängt ist doch logisch - das Handy funktionert auch hin und wieder nicht, und wenn das Handy bei der Signalstärke nur 1 von 7 Strichen anzeigt, dann sagt der Ahusverstand, dass hier surfen mit 7MBit nie möäglich ist! Weiters ist es wie immer "You get what you pay for". Also wenn man sich "wahnsinning schnelles mobiles Internet" um unter 10€ im Monat kauft, und sich dann wundert, warum DSL/Kabel Internet noch immer 20€ aufwärts kostet, dann sagt der Hausverstand, dass wird wahrscheinlich nicht so gut sein!! Und so ein Hausverstand hat eben oft recht! Nichtsdestotrotz reicht für normales surfen und Emails senden/lesen mobiles Internet voll aus (vorausgesetzt man hat Empfang) und hat z.B. bei Yesss/Bob (4€/Monat) ein unschlagbar gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für professionellere Anwendungen (ssh-Sessions, Online-Gaming, Teleworking) wird man üblicherweise doch zu DSL/Kabel greifen.
  • Wo bleibt der Vergleich?
    von hwy2001 am 23.10.2009 um 19:17
KONSUMENT steht jetzt auch als E-Paper zur Verfügung!