Werbung für mobiles Breitband-Internet

Grenzenlos übertrieben

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Konsument 11/2009 veröffentlicht: 17.10.2009

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Unlimitiert ist nicht unbegrenzt

Als Beispiel mag eine jüngst gelaufene t-mobile-Kampagne gelten. Schlagzeile auf Plakaten, in TV-Spots und Inseraten: „Surf unlimited – endlich unendlich online“ um 10 Euro monatlich. Das lässt aus mehreren Gründen aufhorchen.

„Endlich“ legt nahe: Da ist ein Angebot, das es bisher nicht gab. Doch in Wahrheit ist ein solches „unlimitiertes“ Angebot nicht neu.

Versprechen löst sich in Luft aus

„Surf unlimited“: Heißt das, man kann ­unbegrenzt surfen? Mitnichten. Zu lesen ist sogar noch: „Mobiles Internet ohne ­Datenlimit“ und „So surfen Sie wo Sie wollen und soviel Sie wollen “, aber bei näherer Betrachtung löst sich das Versprechen in Luft auf. Denn das Kleinge­druckte klärt darüber auf, dass ein Fairlimit gilt, die Transfergeschwindigkeit maximal 7,2 Mbit/s beträgt und sie nach 3 GB auf 128 kbit/s gedrosselt wird. Das ist nicht unlimitiertes Breitband, sondern eine Begrenzung auf das Tempo von alten Modems. Wie man es also dreht und wendet, von „unlimitiert“ kann keine Rede sein. Natürlich ist „unlimited“ auch nicht geografisch gemeint, denn jenseits der Grenzen fallen Roaminggebühren an, auch wenn zu lesen ist „Endlich surfen ohne Extrakosten“.

„Ein schwindelerregendes Angebot“, schreibt t-mobile selbst im Inserat, und ­irgendwie hat man das Gefühl, das stimmt.

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Kommentare

  • Vorab schlau machen, erspart die Klage danach...
    von julchen am 08.11.2009 um 18:39
    Spät aber doch möchte ich diesen Artikel auch noch kommentieren. Ich kann klaus3000 nur recht geben, wenn er an den Konsumenten appelliert, den Hausverstand zu benutzen! Mittlerweile bietet jeder Anbieter - so auch tele.ring - die Möglichkeit, entweder auf der Unternehmenswebsite oder eben auch via Hotline, abzuklären, wie es mit der Netzversorgung in der eigenen Region aussieht. Ist diese nicht gegeben, so kann man eben nicht einfach blind einen Vertrag anmelden. Und selbst wenn man aus den Netzabdeckungsübersichten nicht schlau wird, hat man immer noch die Möglichkeit, das mobile Internet vom Anbieter 14 Tage lang zuhause zu testen - mit Rückgaberecht, wenn man mit Geschwindigkeit/Empfang oder sonstigem unzufrieden ist. Aber für den Konsumenten ist es oftmals natürlich der einfachere Weg, bedingungslos zu kaufen und im nachhinein zu klagen ;-)
  • Hausverstand ist gefragt!
    von klaus3000 am 24.10.2009 um 23:07
    Wie bei vielen Produktion und Werbeversprechen ist auch etwas Hausverstand gefragt. Dass mobiles Internet von der Netzabdeckung abhängt ist doch logisch - das Handy funktionert auch hin und wieder nicht, und wenn das Handy bei der Signalstärke nur 1 von 7 Strichen anzeigt, dann sagt der Ahusverstand, dass hier surfen mit 7MBit nie möäglich ist! Weiters ist es wie immer "You get what you pay for". Also wenn man sich "wahnsinning schnelles mobiles Internet" um unter 10€ im Monat kauft, und sich dann wundert, warum DSL/Kabel Internet noch immer 20€ aufwärts kostet, dann sagt der Hausverstand, dass wird wahrscheinlich nicht so gut sein!! Und so ein Hausverstand hat eben oft recht! Nichtsdestotrotz reicht für normales surfen und Emails senden/lesen mobiles Internet voll aus (vorausgesetzt man hat Empfang) und hat z.B. bei Yesss/Bob (4€/Monat) ein unschlagbar gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für professionellere Anwendungen (ssh-Sessions, Online-Gaming, Teleworking) wird man üblicherweise doch zu DSL/Kabel greifen.
  • Wo bleibt der Vergleich?
    von hwy2001 am 23.10.2009 um 19:17
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