Mietwohnung: Lärmbelästigung

Wohnrecht

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Konsument 7/2007 veröffentlicht: 25.06.2007, aktualisiert: 03.07.2007

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"Konsument"-Experten beantworten Leserfragen: "In unserer Mietwohnung leiden wir unter der Lärmbelästigung mehrerer Nachbarn, auch während der Nachtstunden. Der Vermieter ist nicht bereit einzugreifen, er riet uns, bei Lärmbelästigung die Polizei zu rufen. Wie können wir uns Ruhe verschaffen?"

Pflichten des Vermieters

So leicht kann es sich Ihr Vermieter nicht machen. Ein Vermieter hat nämlich laut § 1096 Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch die Verpflichtung, Sie vor Störungen durch Dritte – also auch Mitbewohner im Haus – zu schützen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Beispielsweise könnte er die anderen Mieter schriftlich dazu auffordern, die Lärmstörungen zu unterlassen, auch weitere, eventuell gerichtliche Schritte können verlangt werden, wenn es anders zu keiner Abhilfe kommt. Ihren Anspruch könnten Sie sogar gerichtlich durchsetzen. Der Vermieter kann Sie auch nicht darauf verweisen, dass Sie sich mit den Nachbarn in Eigenregie einigen müssen. Es ist auch nicht ganz einzusehen, warum Sie sich direkt mit den Nachbarn streiten sollten, wenn Sie einen Anspruch gegen den Vermieter haben.

Belästigungen dokumentieren

Die Polizei können Sie natürlich rufen, wenn es ganz arg ist, dadurch sind Belästigungen dann auch dokumentiert. Wir raten Ihnen daher, Ihren Vermieter oder den Verwalter schriftlich unter Angabe der genannten Gesetzesstelle aufzufordern, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo