Carsharing

Teilen statt besitzen

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KONSUMENT 11/2012 veröffentlicht: 25.10.2012

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Ein Auto nutzen, ohne es zu besitzen, ist die Devise beim Carsharing. Die gemeinschaftliche Autonutzung liegt im Trend.

Bei Bedarf über ein Auto zu verfügen, ohne sich um Anschaffung, Service und Versicherungen kümmern zu müssen, ist verlockend. In Österreich nutzen bereits rund 12.000 Menschen Carsharing. Rund 400.000 Per­sonen sind es in ganz Europa, schätzt die Mobilitätsorganisation VCÖ.

Fixkosten auf Kilometer umgelegt

Die gemeinschaftliche Nutzung von Autos hat viele Vorteile. Die hohen Fixkosten – wie Anschaffung und Wertverlust, Versicherungen, Autobahnpickerl – werden auf die gefahrenen Kilometer umgelegt. Das erhöht die Entscheidungsfreiheit bei der Wahl des passenden Verkehrsmittels für den jewei­ligen Weg. Das Argument, das um viel Geld angeschaffte Auto auch nutzen zu müssen, fällt weg.

Carsharing ändert Verkehrsverhalten

Untersuchungen zeigen, dass Carsharing auch das Verkehrsverhalten ändert. Laut Angaben des VCÖ fahren 43 Prozent der auf Carsharing umgestiegenen Personen häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Fahrrad. Das Auto wird nach dem Umstieg nur halb so oft für die tägliche Mobilität eingesetzt wie davor. Und ein Carsharing-Auto wird besser genutzt: Während ein privates Auto nur rund 5 Prozent der Zeit, also rund 70 Minuten täglich, tatsächlich fährt, sind es bei einem Carsharing-Auto etwa 35 Prozent der Zeit.

Umweltentlastung

Das gemeinsame Nutzen eines Autos entlastet die Umwelt. Ein Carsharing-Auto ersetzt acht Pkw. Das schafft Platz für andere Nutzungen des öffent­lichen Raumes – ein vor allem in Ballungsräumen starkes Argument.

In 14 Staaten Europas wird Carsharing angeboten. 12.000 Österreicherinnen und Österreicher nutzen Carsharing (bei 8,4 Millionen Einwohnern). In der fast ebenso großen Schweiz gibt es 100.000 Carsharing-Mit­glieder, in Deutschland 150.000 und in den Niederlanden bei 16,5 Millionen Einwohnern 29.000.

Vom Kleinwagen bis zum Transporter

Beim klassischen Carsharing stehen die ­Autos an fixen Standplätzen und sind dort-hin auch wieder zurückzubringen. Im Fuhrpark des Unternehmens stehen verschiedene Autotypen zur Verfügung, vom Kleinwagen bis zum Transporter. So kann man sich jenes Modell suchen, das gerade benötigt wird.

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