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Kinderarbeit

Nur Zucker zum Frühstück

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Konsument 10/2002 veröffentlicht: 23.09.2002

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In vielen Teilen der Welt gehört die Ausbeutung von Kindern zum traurigen Alltag. Wir sprachen mit dem Schauspieler Otto Tausig über die Qual von Kinderarbeitern und die Möglichkeiten von Konsumenten, sie zu lindern.

Konsument: Sie sind in Österreich als Schauspieler bekannt, gleichzeitig führen Sie vor allem in Indien einen Kampf gegen Kinderarbeit. Was kann ein Künstler da beitragen?

Tausig: Ich kann auf die Probleme hinweisen. Zum Beispiel darauf, dass in Indien zwölf Millionen Kinder als Lohnsklaven grausamer Ausbeuter ihr Leben und ihre Gesundheit ruinieren, damit wir billige Teppiche bekommen. Unterstützt werde ich dabei von Spendern und Konsumenten.

Konsument: Was können Konsumenten beitragen?

Tausig: Sie können Produkte kaufen, die garantiert ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Dort, wo es sie nicht gibt, können sie danach fragen. So lange, bis es sie gibt.

Konsument: Der Reihe nach. Was hat Sie zu Ihrem Engagement gebracht?

Tausig: 1989 war ich für Dreharbeiten zu einem Film namens Nocturne indien in Indien und habe da das Leid gesehen. Wenn wir Europäer aus dem Hotel kamen, wurden wir von Kindern umringt. Wenn wir einem in die Augen schauten, streckte sich uns eine Hand entgegen. Wenn wir etwas hineinlegten, streckten sich uns viele Hände entgegen.

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