KONSUMENT.AT - Nachbarschaftsrecht: Lärm, Hundegebell, Pflanzen - Grundstücksgrenze

Nachbarschaftsrecht: Lärm, Hundegebell, Pflanzen

Zoff am Zaun

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Konsument 7/2009 veröffentlicht: 07.07.2009

Inhalt

Grundstücksgrenze

 

Bäume und andere Pflanzen an oder in der Nähe von Grundstücksgrenzen führen immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Nachbarn. Dabei geht es meist um Äste und Wurzeln, die über die Grundstücksgrenze wachsen. Auf jeden Fall darf der Grundstückseigentümer in der Benutzung seines Grundstücks nicht unzumutbar beeinträchtigt werden.

Fehlender Lichteinfall

Das wird etwa dann der Fall sein, wenn der Schattenwurf zu ­gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Nachbarn führt, wenn größere Teile des Grundstücks wegen des fehlenden Lichteinfalls versumpfen, vermoosen oder sonst unbrauchbar werden, wenn fremde Bäume und Gewächse selbst an helllichten Sommertagen eine künstliche Beleuchtung der Räume im Haus notwendig machen oder wenn der Schattenwurf der Bäume zur völligen Unbrauchbarkeit einer schon bestehenden (also nicht erst im Nachhinein im Schatten errichteten) Solaranlage führt.

Äste über Grundstücksgrenze

Für über die Grundstücksgrenze wach­sende Äste oder Wurzeln gilt der Grundsatz, dass der Grundstückseigentümer die in seinen Grund eindringenden Wurzeln eines Baumes oder einer anderen Pflanze seines Nachbarn aus seinem Boden – ­fachgerecht und schonend – entfernen und die über ­seinem Luftraum hängenden Äste ab­schneiden oder sonst auch benützen darf

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