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Videoüberwachung

Wenn das Kameraauge wacht

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Konsument 4/2010 veröffentlicht: 17.03.2010

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Wenn nicht nur das Wetter gefilmt wird

Einen Sonderfall stellen Videoüberwachungen dar, bei denen die Bilder nicht aufgezeichnet werden. Dazu zählt etwa eine Stationsüberwachung, bei der es nur darum geht, sicherzustellen, dass sich bei Einfahrt des Zuges niemand auf den Gleisen befindet. Auch Wetter- oder Staukameras, die nur der Echtzeitüberwachung dienen, sowie Webcams, wie sie beispielsweise manche Gemeinden zur Fremdenverkehrswerbung betreiben, fallen in diese Kategorie. Diese Art von Kameraaufnahmen unterliegt nicht der Meldepflicht des Datenschutzgesetzes.

 Veröffentlichung ohne Zustimmung

Sind die abgebildeten Personen allerdings identifizierbar, so ist eine Veröffentlichung der Bilder, etwa durch Bereitstellen im Internet, ohne die Zustimmung der gefilmten Menschen nicht zulässig. Es ist daher in solchen Fällen ratsam, Aufnahmewinkel oder Auflösung der Bilder so zu wählen, dass die einzelnen Gesichter nicht erkennbar sind. Ebenfalls nicht gemeldet werden müssen Aufzeichnungen, die auf einem analogen Speichermedium, also der guten alten Videokassette, festgehalten werden.

Die Rechte unfreiwilliger Filmstars

Private Auftraggeber von Videoüberwachungsanlagen müssen diese kennzeichnen. Die Kennzeichnung hat Name und Adresse des Auftraggebers zu enthalten und sie muss so sichtbar gemacht werden, dass man als unbeteiligte Person der Kamera gegebenenfalls auch ausweichen kann.

Auskunft über Daten

Wer meint, von einer Überwachung betroffen gewesen zu sein, hat das Recht, Auskunft über die zu seiner Person verarbeiteten Daten zu verlangen. Sind keine anderen Personen erfasst, so hat der Auskunftwerber das Recht auf Einsicht in die Aufzeichnungen oder auf eine Kopie. Andernfalls hat die Auskunft schriftlich zu erfolgen oder die anderen betroffenen Personen sind in der Aufzeichnung unkenntlich zu machen.

Datenschutzkommission als erste Anlaufstelle

Will man sich gegen eine bestimmte Videoüberwachungsanlage wehren, so ist die Datenschutzkommission erste Anlaufstelle. Sie muss entsprechenden Eingaben nachgehen und kann in Folge Verbesserungen bei der Anlage anregen, die nachträgliche Meldung der Videoüberwachung einfordern oder diese per Bescheid verbieten. So ärgerte sich eine „Konsument“- Leserin über die Überwachungskamera auf dem Parkplatz eines Supermarktes und schaltete die Datenschutzkommission ein. Die Behörde stellte fest, dass die Überwachung ohne Meldung, also illegal erfolgt war.

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Kommentare

  • wer nichts zu verbergen hat,
    von chabron am 08.05.2010 um 18:29
    der braucht auch keine Angst vor einer Kamera zu haben aber da gibts etliche die natürlich davor Angst haben ausgeforscht zu werden in Österreich wird es leider den Kriminellen, darunter gehören auch Jene die immer wieder irgend etwas zerstören müssen, auch die müssen Ängste vor den B Ö S E N Kameras haben es ist anscheinend nicht gewollt die Aufklärung von Verbrechen zu erleichtern ein Beweis dafür war doch der, seit bei einer "gewissen" Schule Kameras installiert wurden, gingen die Zerstörungen fast auf 0 !!!!!!! zurück, das ist bedenklich wenn man dann solche Aktivitäten blockiert