KONSUMENT.AT - Multifunktionsgeräte - Drucker, Scanner, Kopierer: 14 Multifunktionsgeräte im Test

Multifunktionsgeräte

Weniger kann mehr

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KONSUMENT 4/2012 veröffentlicht: 29.03.2012

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Tintenstrahler sind stark im Kommen: Sinkende Druckkosten, geringe Druckzeiten für Texte und steigende Fotoqualität machen sie attraktiver als je zuvor.

Eine erstaunliche Entdeckung steht am Ende unseres aktuellen Tests von 14 Multifunktionsgeräten (Drucker, Kopierer, Scanner): Während der Betrieb von Tintenstrahldruckern im Vergleich zum letzten einschlägigen Test (siehe Multifunktionsdrucker 4/2011) leicht billiger wurde (die Geräte selbst wurden aber teurer), stiegen die Kosten bei Laserdruckern bei gleich gebliebenem durchschnittlichen Anschaffungspreis merklich an.

5 Cent für Tinte, 4 Cent für Laser

Eine Textseite kostet im Durchschnitt der getesteten Geräte nahezu gleich viel – 5 Cent für Tinte, 4 Cent für Laser (siehe Tabelle 3/Seite 6 Preisvergleich Multifunktionsgeräte). Das verdient Beachtung bei der Kaufentscheidung, zumal ja vom Handel bislang die höheren Anschaffungskosten eines Laser-Gerätes mit den geringeren Kosten pro Ausdruck gerechtfertigt wurden.

Anschaffungskosten teurer als für "Nur-Drucker"

Ebenfalls zu bedenken: Multifunktionsgeräte sind im Schnitt erheblich teurer als "Nur-Drucker" – was wohl kaum verwundert, bieten sie doch einen deutlich größeren Funktionsumfang. Warum aber auch der einzelne Ausdruck bei den Multifunktionsgeräten durch die Bank teurer kommt als beim Stand-alone-Drucker, bleibt ein Geheimnis der Hersteller. Schließlich wird ja hier wie da dieselbe Drucktechnologie verwendet.

Höhere Kosten pro Ausdruck

Für Anwender mit mittlerem bis hohem Druckaufkommen bedeutet das aber: Es will überlegt sein, ob es sich für den Zusatznutzen eines womöglich nur gelegentlichen Scans oder einer Kopie lohnt, ein All-in-one-Gerät anzuschaffen, das neben den höheren Anschaffungskosten auch fortlaufend höhere Kosten pro Ausdruck verursacht. Hier kann der fallweise Weg in den Copyshop billiger kommen.

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Kommentare

  • Problem: Eintrocknende Tintendüsen
    von REDAKTION am 03.04.2012 um 15:02
    Im Rahmen des Drucker- oder Multifunktionsgerätetests ist es nicht möglich, das Eintrocknen bei Tintendruckern festzustellen, da der dafür nötige Zeitaufwand einfach zu groß wäre. Unsere allgemeine Empfehlung lautet daher auch, bei seltener Verwendung des Geräts eher zu einem Laserdrucker zu greifen, wo weder Eintrocknen noch „Verschwendung“ durch Reinigungszyklen auftritt. Bei Tintendruckern kann eventuell eine Lagerung der Patronen in einem verschlossenen Gefäß außerhalb des Geräts die Gefahr des Eintrocknens verringern. Ihr Konsument-Team
  • eingebauter funktionsstop
    von headcrash am 01.04.2012 um 12:26
    ich hatte vor kurzem ein ahaerlebnis: mein canon tintenstrahldrucker stoppte beim ausdruck einer seite mittendrin und versagte jeden weiterne dienst. alle checks ergaben keinen hinweis auf die störung. bis ich dann in einem tv beitrag erfuhr, dass ein eingebauter zähler bei diversen herstellern dafür sorgte, dass man sich beizeiten nach neuen geräten umschaut. leider habe ich den drucker bei der fehlersuche zerlegt - dachte, eine sicherung wäre irgendwo da drinnen gegangen - sonst hätte ich diesen zähler mit einem mittlerweile kursierenden programm wieder auf null setzen können ...
  • Eingetrocknete Tinten-Patronen ein Pseudoproblem?
    von NETclub50plus am 31.03.2012 um 18:40
    Ich drucke (a8ch) mit Tintenstrahlern, seit es Tintentrahler gibt. An eine eingetrocknete Tintenpatrone kann ich mich nicht erinnern. Mag sein, dass jemand, der nur alle paar Monate was ausdrucken lässt, dieses hat. Braucht dieser dann aber überhaupt einen Drucker? Unter rechnerischen Gesichtspunkten wohl kaum dann die zu druckendes Seite halt an den Copyshop gesendet, un 1 Euro dafür abgelegt. Und WENN eine Tintenpatrone wirklich einmal zu spinnen anfängt (DAS ist NICHT abhängig vom Druckvolumen), dann gibt es einen Reinigungsmodus in der Software, damit passt es auch wieder.
  • Tinte vs. Toner
    von forster28 am 30.03.2012 um 12:37
    Bei kleineren Druckvolumina spielt die Überlegung eintrocknender Tintentanks in jedem Fall eine Rolle. Ebenfalls sind Verbrauchsmaterialien bei Tintendruckern oftmals mit "Cips" ausgestattet, die den Einsatz von nicht Orginalpatronen erschweren. Aktuell ist das Nachfüllen von Tonern oder der Kauf von Nachbautonern noch einfacher als bei Tinte.
  • Problem: Eintrocknende Tintendüsen?
    von kondrich am 29.03.2012 um 15:34
    Vielen Dank für diesen Test. Der Epson-Drucker klingt sehr attraktiv für mich. Wie sieht es allerdings mit dem Problem der eintrocknenden Tintendüsen bei geringen (seltenen) Druckvolumina aus? Eine Websuche hat ergeben, dass viele Benutzer von Epson-Tintenstrahlern für den Hausgebrauch bei seltenen Druckvorgängen nachwievor genau deswegen abraten (derartige Erfahrungen hatte ich früher mit (Epson-)Tintenstrahlern oft). HP soll dagegen in den e-AiO Modellen eine Technik entwickelt haben, die die Tinte aus den Düsen wieder retoursaugt und daher das Problem vermeidet. Eintrocknende Tintendüsen und damit einhergehende Reinigungsvorgänge (wenn sie denn überhaupt helfen) sind für mich DAS K.O.-Kriterium für oder wider einen Multifunktionstintenstrahldrucker schlechthin. Leider findet man dazu in den Tests nie Angaben. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir und den anderen Lesern diesbezüglich Informationen geben könnten. Vielen Dank!