KONSUMENT.AT - Alarmanlagen - Angebote fürs Eigenheim - Interview - Man muss mit der Anlage leben lernen

Alarmanlagen - Angebote fürs Eigenheim

Der Preis der Sicherheit

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Konsument 10/2007 veröffentlicht: 10.09.2007

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Interview

Man muss mit der Anlage leben lernen

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Richard Eltschka,
Sachverständiger für Sicherungsanlagen und einer der Gutachter des VSÖ Univ.-Prof. DI Dr. Richard Eltschka Foto: Archiv

Welchen Typus Alarmanlage im privaten Bereich würden sie empfehlen?

Das hängt vom jeweiligen Bedrohungsszenario ab, das sich im Zuge eines seriösen Beratungsgesprächs herausstellt. Es geht im Wesentlichen darum, den Angreifer so früh wie möglich zu erkennen. Dabei ist die mechanische Komponente eine sehr wirksame Barriere. Denn wenn jemand sehr viel Mühe hat, um in ein Objekt hinein zu kommen, dann geht er zum Nachbarn, wo er mit dem Schraubenzieher viel einfacher seinen Erfolg hat.

Was zeichnet eine gute Alarmanlage bzw. einen guten Anbieter aus?

Zuerst einmal eine gründliche Sachkenntnis dessen, welche Produkte er vertreibt; dann ein seriöses Beratungsgespräch; dann ein detailliertes, sauberes Angebot und letzten Endes eine gute Kosten-Nutzen-Relation, also einen vernünftigen Preis für das, was er macht. Und gute Produkte, die mehr als den Mindeststandard darstellen und auch auf Funktionskriterien überprüft wurden, z. B. nach VSÖ- oder VDS-Richtlinien.

Soll man den Bestbieter nehmen?

Unter „Bestbieter“ wird ja heute leider nur mehr der Billigstbieter verstanden.  Aber Sicherheit ist ein Produkt, das direkt in das persönliche Leben eingreift und wo natürlich andere Faktoren als nur der Preis maßgebend sein werden. Danach wird sich dann richten, ob man mit einer Alarmanlage zufrieden ist oder ob man sie nur mitgenommen hat als Schnäppchen und dann versucht, sie zu Hause selbst in Gang zu bringen.

Auf welche Aspekte muss man achten?

Das Leben mit der Anlage muss gelernt werden. Man muss auf die Anlage Rücksicht nehmen, denn sie  hat gewisse Erfordernisse. Wenn ich das Haus betrete und eine gewisse Eintrittszeit habe, dann muss ich die Alarmanlage in dieser Eintrittszeit entschärfen, denn sonst erfolgt ein Alarm, und die gesamte Alarmverfolgung findet statt. Sollte z. B. während des Eintretens das Festnetz-Telefon läuten, dann muss man es läuten lassen und zuerst die Alarmanlage unscharf schalten – auf die Gefahr hin, dass der Anrufer früher auflegt und man dann nicht weiß, wer angerufen hat. Genau so ist es nicht günstig, wenn man in der Nacht aufwacht und das Fenster öffnet, ohne daran zu denken, dass man hier einen Alarmsensor hat, der natürlich sofort einen falschen Alarm auslöst.

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Kommentare

  • leider muss ich hst zustimmen
    von Beobachter27 am 08.12.2011 um 17:00
    mehr als eine allgemeine Information über Schutzmassnahmen ist im "Test" nicht drinnen. Als Opfer der "Schengenbeglückung" (trotz bestehender intakter Anlage und Verbindug zu einem Sicherheitsdienst sind der Schmuck meiner Frau und ein namhafter Geldbetrag weg, Dämmerungseinbruch am 22.11.11) stehe ich allein im Regen. Nur die Tatsache, dass der Einbrecher die Anlage vielleicht 1/2 Stunde ausschaltgen konnte, ist wohl ganz sicher. Beim WIE orakeln Polizei und Errichter und auch der VKI. Der Bürger steht im Regen und Niemand hi8lft ihm.
  • Schade um die 5€
    von hst am 15.08.2010 um 14:45
    Artikel ohne jeglichen Tiefgang auf Boulevard-Niveau, voll von Binsenweisheiten, Druckversion ohne Tabellen, Usability der Site katastrophal
  • Tipps und Beratung
    von rajszar am 30.05.2010 um 16:58
    Sehr gute Ausführungen und äußerst hilfreich!