VKI: Schlichtung für Verbrauchergeschäfte geht in zweite Runde 28.10.2014

Schnelle, kostenlose und effiziente Lösungen bei Konsumentenstreitigkeiten
veröffentlicht: 2014-10-28, aktualisiert: 2014-10-28

Bis Jänner 2016 soll ein europaweit flächendeckendes Netz an außergerichtlichen Streitschlichtungsstellen für Verbrauchergeschäfte bestehen. Die EU will dadurch den Verbraucherschutz stärken. Um Erfahrungen im Bereich der alternativen Streitbeilegung zu sammeln und für 2016 gerüstet zu sein, hat das Sozialministerium den VKI schon vorzeitig mit der Einrichtung einer solchen Stelle beauftragt.

Das Pilot-Projekt mit dem Titel „Schlichtung für Verbrauchergeschäfte“ wurde nach der erfolgreichen ersten Testphase von Mai 2013 bis August 2014 nun um weitere zehn Monate verlängert. Seit 1. September können wieder Anträge bei Problemen mit Fremdwährungskrediten, mangelhaften Produkten & Co gestellt werden.

„Mit diesem Projekt füllen wir eine Lücke in der Durchsetzung von Verbraucheransprüchen. Die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher scheut bei geringen Streitwerten wegen des Kostenrisikos den Gerichtsweg. Doch auch bei höheren Beträgen ist die Schlichtung für Verbrauchergeschäfte durch schnelle, kostenlose und effiziente Verfahren ein attraktives Angebot für KonsumentInnen und Unternehmen“, erklärt Dr. Peter Kolba, Projektleiter der Schlichtung für Verbrauchergeschäfte.

Als Leiterin der Schlichtungsstelle konnte wie schon in der ersten Pilotphase die ehemalige OGH-Präsidentin Dr. Irmgard Griss gewonnen werden, die auch die Schlichtungsverhandlungen durchführt. Zusammen mit ihrem Team hat sie bisher über 250 Fälle behandelt und vor allem bei Fremdwährungskrediten und Gewährleistungsproblemen kreative und gute Lösungen erzielt. Dies ist nicht zuletzt Vereinbarungen mit mehreren Unternehmen und WKO-Sparten geschuldet, die sich zur Teilnahme am Pilotprojekt verpflichtet haben oder dieses ihren Mitgliedern empfehlen.

„Wie eine Umfrage unter den teilnehmenden VerbraucherInnen und Unternehmen ergeben hat, würde sich die große Mehrheit von ihnen wieder an einem Verfahren beteiligen oder dieses weiterempfehlen. Das ist nicht nur eine wichtige Bestätigung unserer Arbeit, sondern auch ein Ansporn, das Angebot laufend zu verbessern“, erklärt Griss.

Die Schlichtungsstelle hat derzeit eine Geschäftsstelle mit dem Leiter Mag. Simon Eder sowie zwei MitarbeiterInnen. „Wir sind gerüstet, neue Schlichtungsanträge rasch und effizient zu bearbeiten“, sagt Eder. „Die Inanspruchnahme der Schlichtung ist für die VerbraucherInnen kostenlos.“

Weitere Informationen zur Schlichtung für Verbrauchergeschäfte und die Möglichkeit zur Antragstellung findet sich unter www.verbraucherschlichtung.at.