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FAQ zu KONSUMENT

"Wozu, bitte, soll ich bezahlen?!"

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veröffentlicht: 27.09.2011, aktualisiert: 14.04.2020

Inhalt

Leser und User interessieren sich für Eigentümer, Werbung, Testprodukte, Schreiber, Abopreise und Testmethoden. Redakteur Dr. Manfred Tacha beantwortet Fragen.

Warum muss man für Eure Infos zahlen? Warum ist KONSUMENT im Vergleich zu anderen KONSUMENT-Redakteur Dr. Manfred Tacha, MSc (Bild: MT/VKI) Zeitschriften so teuer?

Manfred Tacha :

  1. KONSUMENT und konsument.at enthalten keine Unterhaltung und vorrangig exklusive Informationen mit hohem Nutzwert. Beurteilen Sie den Preis bitte anhand der persönlich nutzbaren Information.
  2. Testen ist teuer. Wir haben einerseits keine Werbeeinnahmen - siehe unten - und andererseits erhebliche Kosten. Daher müssen wir uns das Geld für unsere Arbeit in erster Linie bei unseren Kunden verdienen.
  3. Durch Corona haben viele Geld verloren. Auch wir müssen dafür sorgen, dass wir genug Einnahmen haben, um unsere Arbeit zu machen. Kaufen Sie ein Abo, das hilft Ihnen bei (Kauf-)Entscheidungen und uns bei der Arbeit.

Seid Ihr wirklich näher an der Wahrheit als andere?
Wenn gute Berichte und ausführliche Testtabellen eine Form von Wahrheit sind, dann: ja.

Weswegen gibt es vki.at und konsument.at? Konsument.at würde doch reichen?
Konsument.at ist eine komplexe Website mit sehr vielen Inhalten und Funktionen. Sie für die Nutzung am Handy zu optimieren (responsive Design) ist aufwändig und teuer. Wir arbeiten dran. Im Winter 2021 soll die Umstellung sichtbar sein. Um Usern schneller Handy-taugliche Infos zu liefern, hat die frühere Geschäftsführung vki.at geschaffen.

Medien sind doch immer gekauft. Warum soll das ausgerechnet bei Euch anders sein?
Also bitte! Andere Medien verdienen ihr Geld mit Werbung. Wir nicht. Wir vom Verein für Konsumenteninformation sind eine Non-Profit-Organisation. Wir verzichten auf Fremd-Inserate oder ähnliche bezahlte Gefälligkeiten (für eigene Produkte werben wir schon, siehe unten). - Angenommen, wir testen Produkte und da schneidet eines schlecht ab, das von einer Firma stammt, die bei uns Inserate schaltet. Die Firma wird dann wohl unserer Geschäftsführung drohen bereits bestellte Inserate im Wert von 30.000, 70.000 ... Euro zu stornieren. Wie würde sich dies auf unsere Testurteile und Berichte auswirken? Damit wir nicht aus Rücksicht auf Werbekunden unsere Testurteile aufhübschen und Berichte entschärfen müssen, verzichten wir auf Fremdwerbung.

Drucken Sie auch Artikel von anderen?
Nein. Wir haben aber sehr viele unseriöse Anfragen. - Lesen Sie dazu Linktausch mit KONSUMENT und bezahlte Artikel .

Auf konsument.at muss ich zahlen. Internet ist aber gratis, oder?
Nein, Internet ist nicht gratis. Wenn Sie nicht bezahlen, werden Sie und Ihre Daten verkauft - Sie müssen zumindest Werbung akzeptieren. Das zeigen unsere Artikel zum Datenschutz . Schauen Sie sich unbedingt dieses Video an: Datenschutz: Google-Konto verwalten 10/2018 . Viele fordern von uns a) mehr und bessere Leistung für b) weniger Geld.

Gar nicht wenige wollen alles gratis. Das geht nicht. Irgendwer muss unsere Kosten zahlen. - Jetzt sind Sie dran: Kaufen Sie sich ein Abo und nutzen Sie es mit einer zweiten, dritten Person. Glauben Sie mir: Es rentiert sich .

ONLINE-Abo: Nicht nur in Krisenzeiten liefern wir unabhängige Tests und seriöse Infos (Bild: Seyser/VKI)

Zahlt Euch der Staat nichts?
Doch, aber es reicht nicht. Wir sind ein Verein (Verein für Konsumenteninformation, VKI). Arbeiterkammer und Sozialministerium zahlen als Vereinsmitglieder einen jährlichen Mitgliedsbeitrag. Aber auch sie erhöhen nicht laufend ihre Mitgliedsbeiträge (mehr dazu: Wer wir sind - Mission Statement ) . Daher müssen wir zunehmend mehr Geld selbst verdienen und gleichzeitig sparen ohne Ende. Wir haben in den letzten Jahren unsere Eigenfinanzierung auf über 70 Prozent gesteigert. Durch eine Gesetzesänderung hätten - so der Plan - auch Bussgelder der Bundeswettbewerbsbehörde an uns gehen sollen (lesen Sie auch meinen Artikel Kartelle: Preisabsprachen 4/2015 .) In der Praxis hat uns das kaum etwas gebracht. Daher kosten Bücher, Abos und der Onlinezugang zu wichtigen Artikeln Geld.

5,80 Euro für eine Online-Tageskarte – ist das nicht Nepp?
Nein, das ist kein Nepp. Qualitätsgesichertes Testen wird immer teurer. Das Testen eines einzigen Waschmaschinenmodells kostet zwischen 5000 und 7000 Euro, für Waschmittel oder Kosmetikprodukte betragen die Kosten zwischen 4000 und 7000 Euro - pro einzelnem Produkt. Die Analyse von Lebensmitteln kostet pro Untersuchung und pro Probe mehrere hundert Euro. Pro Jahr veröffentlicht KONSUMENT Testurteile für mehr als 1000 Produkte oder Dienstleistungen.

Wer macht das Testmagazin KONSUMENT?
Herausgeber von KONSUMENT, www.konsument.at, vki.at und verbraucherrecht.at sind wir vom VKI (Verein für Konsumenteninformation). Vereinsmitglieder waren viele Jahre lang die vier österreichischen Sozialpartner. Nach dem Austritt von ÖGB, Wirtschaftskammer und Prädidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern verbleiben die Arbeiterkammer als reguläres VKI-Mitglied und - als außerordentliches Mitglied - die Republik Österreich vertreten durch das Sozialministerium (die aktuell korrekte Bezeichnung, sie wechselt häufig, lautet: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Stand: 7/2021).

Was macht KONSUMENT einzigartig?
Auch andere behaupten von sich zu "testen" oder sie benutzen das Wort "Test". Lesen Sie dazu: Tests und Fake-Tests 12/2019 . Als einziges österreichisches Testmagazin sind wir von KONSUMENT den strengen internationalen Standards von Verbraucherorganisationen verpflichtet. Dazu gehört

  • strikte Unabhängigkeit von Firmen (daher auch keine Fremd-Werbung)
  • ausschließliche Orientierung an den Bedürfnissen der Konsumenten, nicht an denen der Anzeigenabteilung sowie
  • höchste Ansprüche an sachliche Richtigkeit und Objektivität in der Berichterstattung.
    Diese Grundsätze sind in den Statuten des VKI verankert und für alle Mitarbeiter verpflichtend.

Ich kaufe das Heft in der Trafik. Warum bekomme ich keinen Onlinezugang?
Da haben Sie Recht. Aber wir haben geprüft, ob und zu welchen Kosten es möglich ist, den Käufern eines Einzelheftes zusätzlich den Onlinezugang zu ermöglichen. Es wäre für uns zu teuer. Wir hätten höhere Kosten bei gleichen Einnahmen. - Deswegen: Nehmen Sie ein Abo und lassen Sie auch andere davon profitieren ...

Wie kommt KONSUMENT zu seinen Themen?
Das Grundgerüst besteht aus den wichtigsten Anschaffungen von Konsumenten. Wir berichten über Unterhaltungselektronik, Haushalt, Computer, Sport- und Freizeitgeräte, Ernährung, Gesundheit, Auto, Versicherungen und Sparformen. Wir beobachten die Kommentare zu den Artikeln. Wir beobachten die Postings der Abonnenten in unseren Foren und eingehende E-Mails. Auch die Reaktionen auf Facebook und Anfragen in unserer Beratung fließen ein. Manche Themen greifen wir auf, weil sie in der Luft liegen (z.B. Corona ) oder durch die Werbung in den Blickpunkt gerückt sind.

Wird KONSUMENT oft geklagt?
Nein. Gerichtliche Schritte werden uns oft angedroht, mitunter sogar vor Veröffentlichung eines Beitrages. Nur wenige Fälle landen tatsächlich vor Gericht. KONSUMENT hat seit seiner Gründung 1961 kein großes Verfahren verloren. Es ist umgekehrt: Unser Tätigkeitsbericht 2017 spricht von 305 Verfahren, die unsere Rechtsabteilung in diesem Jahr geführt hatte. 90 Prozent Erfolgsquote! 500 Millionen Euro für Konsumenten erstritten (2017)! - Lesen Sie, was unsere Rechtsabteilung macht: VKI: Klagen mit Erfolg 1/2020

Wie lange dauert der Druck einer KONSUMENT-Auflage?
Im Dezember 2017 hatten wir eine gedruckte Auflage von 480.000 Exemplaren. Der Druck dauert etwa 20 Stunden, eine Auflage wiegt über 18 Tonnen.

Was passiert mit den Testprodukten?
Die getesteten Produkte bleiben in den meisten Fällen in den Prüflabors - zur Beweissicherung, sollten wir geklagt werden. Wenn das nicht nötig ist, werden sie einem wohltätigen Zweck zugeführt, unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verkauft oder fachgerecht entsorgt.

Warum sind KONSUMENT-Beiträge nicht namentlich gezeichnet?
Solche Reports oder Tests sind in der Regel Resultat der Teamarbeit zwischen Fachjournalisten und Fachexperten.

Warum sind die Tests so Wien-lastig?
Wir haben im Osten Österreichs die meisten Leserinnen und Leser. Unsere Ressourcen sind begrenzt. Aber wir weiten im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten unsere Testaktivitäten aus, Beispiele: Kfz-Werkstätten, diverse Servicetests, Medizintests, Apotheken. Weitere österreichweite Recherchen sind in Vorbereitung. 

Warum war das Produkt „xy“ nicht im Test?
Das ist eine häufige Frage. Wir können in keinem Bereich alle Produkte testen, leider. Es sind zu viele und sie wechseln zu rasch. Wir müssen aus diesem Grund eine möglichst gute Auswahl treffen. Wir nehmen auch an internationalen Gemeinschaftstests teil. Da müssen alle teilnehmenden Organisationen Kompromisse in der Auswahl der Testprodukte eingehen.

Produkt XY war Testsieger. Warum ist es nicht mehr erhältlich?
Bevor wir einen Test veröffentlichen prüfen wir immer, ob die beschriebenen Produkte oder Dienstleistungen noch erhältlich sind. Wir veröffentlichen nur, was kurz vor der Veröffentlichung erhältlich ist. Entweder gehen wir selbst in das Geschäft oder wir lassen uns vom Hersteller oder Händler bestätigen, dass es noch einige Zeit erhältlich sein wird. Es kommt aber immer wieder vor, dass Händler, Hersteller, Anbieter ... Produkte vom Markt nehmen - vor und nach dem Erscheinen unseres Artikels. Und sie tun dies auch mit Testsiegern; lesen Sie den Artikel z.B. Schlecker: Maschinengeschirrspülmittel. Manche ersetzen die Testsieger auch durch andere Produkte, ohne das klar zu kommunizieren. 

Können wir vom Unternehmen XY Ihnen eines unserer Produkte zum Testen schicken?
Nein. Wir wählen anhand von Marktrecherchen und Leserumfragen jene Produkte aus, die in den Test kommen. Anschließend kaufen wir anonym ein. Das gewährleistet, dass die Produkte von den Unternehmen nicht vorher manipuliert werden. Die Qualität eines getesteten Produktes soll sich nicht von jenem unterscheiden, das im Handel erhältlich ist. Die wiederholten Anfragen in der Redaktion zeigen: Unternehmen sind es gewöhnt Redaktionen Produkte zuzuschicken. Sie staunen, wenn wir das übliche Spiel nicht mitspielen. KONSUMENT ist anders: Es ist nicht möglich, uns ein Produkt zuzusenden, um es testen zu lassen.

Kommentare

  • "Wucher"
    von ling am 19.10.2021 um 09:54
    @ego. Ich habe Ihr Posting erst heute gelesen und möchte Ihnen hinsichtlich des Begriffes "Wucher" etwas auf die Sprünge helfen:

    "§ 154 StGB Geldwucher

    (1) Wer die Zwangslage, den Leichtsinn, die Unerfahrenheit oder den Mangel an Urteilsvermögen eines anderen dadurch ausbeutet, daß er sich oder einem Dritten für eine Leistung, die der Befriedigung eines Geldbedürfnisses dient, insbesondere für die Gewährung oder Vermittlung eines Darlehens oder für die Stundung einer Geldforderung oder die Vermittlung einer solchen Stundung einen Vermögensvorteil versprechen oder gewähren läßt, der in auffallendem Mißverhältnis zum Wert der eigenen Leistung steht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.

    (2) Ebenso ist zu bestrafen, wer eine solche Forderung, die auf ihn übergegangen ist, wucherisch verwertet.

    (3) Wer Geldwucher gewerbsmäßig begeht, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.

    § 155 StGB Sachwucher

    (1) Wer außer den Fällen des § 154 gewerbsmäßig die Zwangslage, den Leichtsinn, die Unerfahrenheit oder den Mangel an Urteilsvermögen eines anderen dadurch ausbeutet, daß er sich oder einem Dritten für eine Ware oder eine andere Leistung einen Vermögensvorteil versprechen oder gewähren läßt, der in auffallendem Mißverhältnis zum Wert der eigenen Leistung steht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, wenn er jedoch durch die Tat eine größere Zahl von Menschen schwer geschädigt hat, mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.

    (2) Ebenso ist zu bestrafen, wer eine solche Forderung, die auf ihn übergegangen ist, gewerbsmäßig wucherisch verwertet."

    Falls Sie in den obigen Bestimmungen einen Tatbestand finden, welcher auf den VKI zutrifft, dann könnten Sie ja noch immer klagen, ansonsten haben Sie die Begründung bereits in den ersten beiden Sätzen Ihres Postings geliefert.

    Nur zur Veranschaulichung:

    36 Euro ergibt umgerechnet etwas weniger als 10 Cent pro Tag. Das ist jene Geldmenge, welche man heutzutage im wahrsten Sinne des Wortes "auf der Straße" finden kann.

    Ein anderes Beispiel: Wenn sich binnen kürzester Zeit der Spritpreis von Euro 1,20 auf auf Euro 1,73 erhöht, dann entspricht dies ebenfalls einer Preissteigerung von 44 Prozent. Niemand würde in diesem Fall von Wucher sprechen.

    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
  • Internetradio: Elektronikschrott nach nur einem Jahr!
    von Starlinger am 05.06.2020 um 20:18
    Zum Leserbrief von Herrn Knoblich Baden:
    Auch ich hatte dasselbe Problem. Der Streamingdienst hat sein Angebot eingestellt kurz nachdem ich eine Internetfähige Stereoanlage gekauft hatte. Es gibt aber Router welche als Mediaserver verwendbar sind. In meinem Fall eine Fritz Box 7582 welche glücklicherweise schon vorhanden war. Diese empfängt sämtliche im Internet verfügbaren Radiosender. Streamadresse einspeichern. Sendername frei wählbar. Reihenfolge frei wählbar. Diese werden dann im Display meiner UPnP fähigen Anlage angezeigt. Auswählen. Abspielen. Welche Sender ich einspeichere entscheide ich nach einer Hörprobe bei "radio.at". Die Zugangsdaten zur Fritz Box habe ich von meinem Internetanbieter, welcher auch den Router zur Verfügung stellt, bekommen. Ist zwar etwas aufwendiger aber funktioniert tadellos.
    Elisabeth Starlinger, Lembach
  • Heft kostet ab nun € 36.-
    von ego am 29.11.2019 um 15:49
    Sehr geehrte Redaktion,

    testen ist teuer. Daher ist es auch einsichtig, wenn der Heftpreis angehoben wird. Aber eine Erhöhung von € 25.- auf € 36.- ist eine Erhöhung von 44%!!! Das ist Wucher.
    Würde dies eine Firma tun, würde der VKI einschreiten.
    Daher weden wahrscheinlich viele Abonennten kündigen. Ich auch.