Betriebliche Vorsorgekassen im Vergleich

Die Spitze rückt zusammen

Seite 1 von 2

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 10/2018 veröffentlicht: 29.08.2018

Inhalt

Zusatzpension: Wie gut verwalten betriebliche Vorsorgekassen das angelegte Geld? Unser Vergleich nennt die besten Anbieter.

In unserem Online-Rechner testen und vergleichen wir:

  • Allianz
  • APK 
  • BONUS
  • BUAK
  • fair finance
  • NÖ Vorsorgekasse
  • Valida Plus AG
  • VBV

Die Tabelle informiert über Performance (Wachstum des Guthabens, Wertentwicklung), Volatilität (Risiko für Verluste), Kosten, Nachhaltigkeit, Sicherheit/Garantie, Information und Transparenz.


Jeder Erwerbstätige in Österreich hat Anspruch auf eine Abfertigung. Bei entsprechender Entwicklung der Vorsorgekassen kann das ein nettes Zubrot zur Pension bedeuten. Arbeitgeber müssen für jeden Mitarbeiter monatlich 1,53 Prozent des Bruttoentgelts an eine der acht betrieblichen Vorsorgekassen zahlen. Immerhin haben Herr und Frau Österreicher inzwischen 10,65 Milliarden Euro angesammelt. Allein 2017 betrug der Anstieg rund 1,4 Milliarden Euro.

Abfertigung neu

Diese Form der betrieblichen Vorsorge steht nicht einzelnen Personen oder Gruppen zu, sondern per Gesetz jedem Beschäftigten: Seit dem 1. Jänner 2003 haben alle Arbeitnehmer, die ab diesem Stichtag in ein neues Dienstverhältnis eintreten oder eingetreten sind, Anspruch auf Abfertigung neu. Im Jahr 2008 wurde dieser Anspruch auf freie Dienstnehmer, Lehrlinge und selbstständig Erwerbstätige ausgeweitet.

Wertzuwachs deckt Inflation

Wie unsere aktuelle Erhebung zeigt, deckt die Performance der betrieblichen Vorsorgekassen (BVK), die die gesetzlich vorgegebenen Arbeitgeber-Beiträge veranlagen, immerhin fast die Inflationssteigerungen ab: Auf Jahressicht betrachtet lag die Inflation 2017 bei 2,1 Prozent, die heimischen BVK erzielten im gleichen Zeitraum einen Wertzuwachs von 2,04 Prozent. 

Langfristige Wertsicherung

Freilich, die BVK konkurrieren in ihrer Entwicklung nicht mit kurzfristigen Bezugswerten. Da die Erträge aus den BVK zum Vermögensaufbau bzw. zur Altersvorsorge der Arbeitnehmer gedacht sind, ist der Veranlagungshorizont der Vorsorgekassen ja (hoffentlich) ein langfristiger. Die mittlere Performance bei 5 Jahren (2,54%) und 10 Jahren (2,13%) sind daher für einen Vergleich besser geeignet. Auch hier ist in etwa ein Kaufkrafterhalt zu verzeichnen – ein zumindest zufriedenstellendes Ergebnis für die vergangenen Jahre. 

Anbieter rücken zusammen

Der Vergleich der betrieblichen Vorsorgekassen zeigt: Die Pensionskassen rücken dichter zusammen. Insbesondere bei Transparenz, Information und auch Nachhaltigkeit gibt es wenig zu beanstanden.

Die gesetzlichen Regelungen vereinheitlichen auch die Kostenstruktur. Allerdings steigt in Niedrigzinsphasen deren Bedeutung immer mehr. Denn künftig sind niedrige Kosten (Vergütungen für die Vermögensverwaltung) wichtig, damit überhaupt noch etwas an Wertsteigerung übrig bleibt.

Die folgenden Seiten dieses Artikels sind kostenpflichtig.

Falls Sie Abonnent sind, melden Sie sich bitte an:
 
Falls Sie kein Abonnent sind, wählen Sie bitte eine der folgenden Optionen:

KONSUMENT-Abo

52 Euro: 12 Hefte + Online-Zugang  Mehr dazu

KONSUMENT-Online-Abo

25 Euro: 12 Monate Online-Zugang  Mehr dazu

Online-Tageskarte

5 Euro: 24 Stunden Online-Zugang  Mehr dazu

Inhalt

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
17 Stimmen
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo