KONSUMENT.AT - BAWAG P.S.K. - Einige seltsame Punkte

BAWAG P.S.K.

Diskriminierung

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KONSUMENT 9/2018 veröffentlicht: 30.08.2018

Inhalt

Hier zeigen wir wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten. - In diesem Fall geht es um diskriminierendes Verhalten der BAWAG P.S.K.

Einige seltsame Punkte

Folgendes Schreiben eines Tiroler Lesers erreichte uns, nachdem seine Frau und er zwei – nur beinahe – gleichlautende Informationen ihrer Bank im Briefkasten vorgefunden hatten: „Wir wohnen in Jenbach und haben seit Jahrzehnten ein gemeinsames Gehaltskonto bei der P.S.K. Meine Frau hatte es schon länger – ich bin dann dazugestoßen, nicht umgekehrt! Jetzt wurde die Filiale in Jenbach geschlossen und die Zuständigkeit nach Wörgl verlegt.

Dazu (zum Inhalt der beiden Informationsschreiben, Anm.) sind einige seltsame Punkte anzumerken:

  • Der neue zuständige Ort ist für mich unverständlich, da Wörgl 3 x so weit entfernt ist wie die noch bestehende Filiale in Schwaz.
  • Als Service (?) wird in einem Schreiben dazu eingeladen, die Filiale mit dem Routenplaner zu finden.
  • Zugleich wird mit gebündelter Kompetenz und einer Finanzplanung geworben – das ist für mich eine Datenerhebung und -sammlung über die Kunden.
  • Es gibt bei der Finanzplanung ein kleines Dankeschön: Für mich als Mann einen Amazon-Gutschein für 50 Euro. Für meine Frau ein Buch/Hörbuch/DVD aus einer minimalen Auswahl von 5 Stück! Das wirkt sowohl vom Wert als auch von der Auswahlmöglichkeit her nach extremer Ungleichbehandlung zwischen Mann und Frau!

Für dieses Gesamtpaket möchte unser Leser an die BAWAG P.S.K. ein MINUS vergeben, was wir gerne gemeinsam mit ihm tun.

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Kommentare

  • P.S.K/BAWAG - "Kundenservice" - ein Erfahrungsbericht im Laufe der Jahrzehnte
    von ling am 23.10.2020 um 12:09
    Zu meiner Erfahrung mit diesem Institut kann ich berichten: Seit über 40 Jahren bin ich Kunde bei dieser Bank. Damals hieß sie noch PSK (ohne Punkte). Irgendwann kam jemand auf die Idee den Namen "amerikanisch" zu machen und verpasste ihr die Abkürzungspunkte (keine Ahnung was dieser Mensch vorher geraucht hat). Dann folgte die Fusion mit der BAWAG. Danach ging es hinsichtlich des Services nur mehr bergab. Die Gratiszusendung der Kontoauszüge wurde eingestellt, auch die Valutierung der Eingänge (als Bundesbedienstete hatte man seinen Bezug bereits eine Woche früher valutiert, was ich zwar nie benötigte, doch vielen Menschen bei Monatsraten doch sehr entgegen kam) wurde abgeschafft. Nach dem medienwirksamen Skandal der BAWAG wurde dieser Hedgefonds Mehrheitseigentümer, es erfolgten weitere Abstriche (alles natürlich als "Serviceleistungen" und Verbesserungen für die Kunden verkauft). Man versuchte - und tut dies noch immer - systematisch Kunden - insbesondere mit Altverträgen (Kontobox mit Mindestsaldo im Quartal und dafür quasi Gratiskontoführung) loszuwerden. Diese Konten kosten ja angeblich sooo viel Geld und aus den Mindessalden sind aktuell auch keine Zinsen zu lukrieren. Gottseidank gibt es den VKI, um dieser unseriösen Praxis den Riegel vorzuschieben. Dann wurde dieses ominöse Partnerprogramm (kauf bei unserem Partner, dann gibt es Vergünstigungen) eingeführt. Im Endeffekt nur Lockangebote, um scheinbar günstige Produkte zu kaufen, welche man normalerweise entweder nicht braucht oder ganz einfach nicht kauft. Da es aber "günstiger" ist, greifen die Leute zu (erinnert mich ein wenig an die roten Punkte mit der 25 %-Angeboten bei diversen Supermärkten). Man kauft ein paar günstige Produkte, um dann mit Waren, die man gar nicht kaufen wollte, die vermeintlich günstige Aktion querzusubventionieren.
    Auf der Homepage beim Internetbanking erschien plötzlich eine Schaltfläche mit dem nahezu proletenhaften Hinweis "Da schau her", um damit eine Art Hilfefunktion aufzurufen. Natürlich kann man solche "Features" abstellen, doch die Befehle dazu sind oftmals gut versteckt.
    Am meisten allerdings hat mich geärgert, dass diese Bank ziemlich rasch die Signaturkarte aus ihrem Geschäftsbereich verbannt hat. Weg damit und alles hin zum Mobiltelefon. Angefangen mit einer fehleranfälligen und instabilen App bis hin zu den per SMS übermittelten TANs. Ich warte nur darauf, dass das angebotene Internetbanking-Service nur mehr über das Mobiltelefon möglich sein wird, dann war dies allerdings die letzte Aktion dieser Bank.
    Telefonservice gibt es zwar, doch oftmals fühlt man sich als Kunde schlauer als sein akustisches Gegenüber. Unbeauftragte Werbeanrufe mit fadenscheinigen Argumenten ("es wäre wieder einmal an der Zeit sich um seine Finanzen zu kümmern, da hätte man zufällig wieder ein neues Produkt parat"), usw usf.
    Persönliche Kundenbetreung ist fallweise notwendig, jedoch fehlt es hier bereits seit Jahrzehnten an der nötigen Abschottung gegenüber dem Rest der Menschen in der Filiale. Es gibt keine Extrazimmer mehr, man sitzt praktisch immer "in der Auslage", die nötige Transparenz ist zwar in Form einer Glasscheibe vorhanden, doch so wirklich "privat" ist das nicht - zumal diese Kojen alles andere als schalldicht sind. Diskretion dürfte (auch bei anderen Banken) in zweifacher Hinsicht ein Fremdwort sein.
    Wenn man nicht so faul (ich schreibe absichtlich nicht bequem) und das System nicht so "eingefahren" wäre, hätte man gute Lust die Bank zu wechseln. Doch das ist natürlich mit ungleich höheren Kosten als bis jetzt verbunden und deshalb bleibt leider nur "aufzeigen" übrig. Trotz alledem wird es die BAWAG schaffen, selbst mich als bis dato treuen Kunden zu einem Bankenwechsel zu bewegen, denn ich bin vom "Service" mehr als e