KONSUMENT.AT - Blasenentzündung - Rezeptfreie Mittel aus Apotheken und Drogerien

Blasenentzündung

Besser erst zum Arzt

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KONSUMENT 9/2020 veröffentlicht: 27.08.2020

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Klingen Harnwegsinfektionen nicht rasch ab, müssen sie behandelt werden. Rezeptfreie Mittel aus Apotheken und Präparate aus Drogerien sind dabei nur bedingt hilfreich.

Blasenentzündung: viele Mittel werden verkauft, bei kaum einem ist die Wirkung belegt (Foto:

In dem Bericht lesen Sie unsere Einschätzung zu

  • Acetylsalicylsäure
  • Ibuprofen
  • Cranberrys (Moosbeeren, Kranbeeren)
  • Kürbiskerne
  • Bärentraubenblätter
  • Goldrutenkraut
  • Kapuzinerkresse
  • Meerrettichwurzel (Kren)
  • Brennnessel
  • Schachtelhalm
  • Birkenblätter
  • andere pflanzliche Mittel
  • D-Mannose

Beschwerden beim Wasserlassen sind für viele Menschen ein allzu bekanntes ­Problem. Manche plagen sich mit einem unaufschiebbaren Harndrang, bei dem nur wenig Urin ausgeschieden wird. Andere ­leiden zusätzlich unter einem Brennen und Schmerzen im Unterleib. Ursache dafür sind in der Regel Entzündungen der ableitenden Harnwege, gemeinhin als Blasenentzündung bekannt.

Bis zu 80 Prozent ­aller Frauen

Bis zu 80 Prozent ­aller Frauen sind mindestens einmal im ­Leben davon betroffen. Aufgrund der im Vergleich zu Männern deutlich kürzeren Harnröhre können bei Frauen Bakterien leichter in die Harnblase aufsteigen und sich dort vermehren. Dabei handelt es sich häufig um Darmbakterien, die aus dem ­eigenen Stuhl stammen. Bei Männern steigt die Häufigkeit, an Harnwegsinfekten zu ­erkranken, ab 50, wenn sich die Prostata verändert.

Zu wenig getrunken

Weitere Ursachen, die Blasenentzündungen begünstigen, sind eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, Harnsteine (Nieren- oder Blasensteine), eine angeborene Fehlbildung der Harnwege, Diabetes mellitus, ein geschwächtes Immunsystem oder ein Tumor. Zum Problem werden Harnwegsinfektionen oft auch für pflegebedürftige Menschen, die einen Dauer-Blasen­katheter haben. Der Plastikschlauch, über den der Urin abgeleitet wird, ist selbst bei größtmöglicher Hygiene ein Einfallstor für Bakterien. Die Folge sind schmerzhafte Harnwegsinfektionen bis hin zu Nieren­beckenentzündungen oder sogar Blutvergiftungen (siehe hierzu unseren Beitrag zur Altersmedizin in KONSUMENT 3/2019).

Meistens unkompliziert

Bei Frauen verläuft ein Harnwegsinfekt in den meisten Fällen unkompliziert. Treten Blasenbeschwerden in Verbindung mit erhöhter Temperatur zum ersten Mal bzw. wiederkehrend auf, sollte die Ursache jedoch immer ärztlich abgeklärt werden. Ist die Ursache nicht gravierend und verläuft die Infektion ohne Fieber und Nierenschmerzen und ohne dass blutiger Urin ­auftritt, ist eine Selbstbehandlung zu verantworten.

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Kommentare

  • Preiselbeeren
    von Dunkelsteinerwald am 31.08.2020 um 15:30
    Nicht erwähnt werden leider Preiselbeeren, die anfangs und bei leichten Entzündungen hilfreich sein können - auch zB. in Form von Marmeladen.