KONSUMENT.AT - Debit Mastercard: FAQ - Was bringt sie mir? Welche Risiken gibt es?

Debit Mastercard: FAQ

Bankomatkarte adé

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KONSUMENT 12/2020 veröffentlicht: 09.10.2020

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Debit Mastercard - so heißt die neue Kombi-Karte, auf die die heimischen Geldinstitute jetzt setzen. Sie wird die Maestro-Bankomatkarte verdrängen.

In unserer Beratung mehren sich wieder Anfragen zum Thema Debit-Bankkarten. Vorreiter Erste Bank/Sparkassen hat bereits 2019 damit begonnen, seinen Kunden Schritt um Schritt diese neuen Kombi-Karten zuzuschicken. Wir haben in KONSUMENT 5/2019 berichtet. Immer mehr Banken folgen diesem Vorbild. Wir liefern die Antworten auf die brennendsten Fragen.
 
Die sogenannte Debitkarte löst die alte Bankomatkarte ab, hier ein Beispiel der Erste Bank/Sparkassen (Foto: Presse Erste Bank)
 
Diese neue Debitkarte, was ist das überhaupt?
Wenn man so will, eine neue Generation von Bankkarte: eine Bankomatkarte, ergänzt durch die Möglichkeit, sie für Zahlungen zu verwenden, die bisher nur mit Kreditkarten möglich waren. Ermöglicht wird das durch Kooperationen der Bankhäuser mit dem Zahlungsdienstleister Mastercard. Entsprechend heißt diese neue Bankkarte offiziell auch Debit Mastercard. Die Banken versichern, dass sich für die Kunden bei Konditionen, Kartenlimits und PIN-Code nichts ändere. (Da werden wir genau hinschauen und freuen uns über Ihre zweckdienlichen Hinweise). Auch Kontaktloses NFC-Bezahlen an der (Supermarkt-)Kassa werde weiterhin unterstützt.
 
„Debit“ steht ja auch schon auf meiner alten Maestro-Bankomatkarte aufgedruckt ...
Was in Österreich Bankomatkarte heißt, heißt international eigentlich schon immer Debitkarte. Debit bedeutet so viel wie Lastschrift: Belastungen erfolgen unmittelbar und direkt auf dem Girokonto – anders als bei der Kreditkarte, wo zumeist einmal monatlich abgerechnet wird. Einer EU-Vorgabe zufolge dürfen die heimischen Banken die Bezeichnung Bankomatkarte eigentlich gar nicht mehr verwenden.
 
Welche Banken setzen auf die Debit Mastercard?
Wie bereits erwähnt der Bankenverbund Erste Bank/Sparkassen. Auch die Volksbank und die Direktbank N26 geben bereits solche Karten aus. Und aktuell haben BAWAG P.S.K. und Easybank damit begonnen, sie ihren Kunden zuzuschicken. Laut der Homepage von Mastercard (Stand Ende September 2020) werden Oberbank, BTV und BKS Bank bald folgen.
 

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Wertung: 5 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Debit- oder Kreditkarte: Welche ist billiger?
    von REDAKTION am 12.10.2020 um 13:15

    Danke für Ihren Hinweis. Diese Fixbeträge waren bei den Maestro-basierten Bankomatkarten schon länger üblich. Die Ausgestaltung liegt hier auch bei der Bank. Das verrechnete Fixum ist unterschiedlich hoch. Bei Bargeldbehebungen werden andere Fixkosten je Transaktion berechnet. Hat man mehrere Alternativen, kann sich ein Blick in die Gebührentabellen der eigenen Karten lohnen.
    Auch die Manipulationsentgelte bei Kreditkarten sind unterschiedlich hoch. - Mit anderen Worten: Wir können daher keine allgemeingültige Aussage treffen, ob eine Debit- oder Kreditkarte günstiger ist.
    Ihr KONSUMENT-Team

  • zusätzliches Freigabesystem ist von PSD2 vorgeschrieben
    von Computerdoktor am 10.10.2020 um 12:11
    Es hängt nicht von der Bank ab, ob eine zweite Autorisierung wie s-Identity oder 3D-Secure verlangt wird. Die Online-Händler haben eine Galgenfrist bis Ende 2020 bekommen, in der sie auf den zweiten Faktor verzichten dürfen.
    Wenn die Zahlung ohne 2. Faktor erfolgt ist, sind aber die Chancen auf Kulanz bei Problemen wesentlich höher!
  • höhere Gebühren bei kleinen Beträgen in Fremdwährung CHF, GBP
    von Computerdoktor am 10.10.2020 um 12:02
    Bei einer Zahlung mit der Debit Mastercard von GBP 9,16, umgerechnet 12,18 EUR, wurden mir 1,09 EUR fix + 0,75% = 1,77 Euro berechnet, also 9 Prozent!
    Bei meiner Kreditkarte Mastercard wird keine Fixgebühr berechnet, nur 1 Prozent Manipulationsgebühr.