KONSUMENT.AT - Bio-Joghurt-Becher - Verpackungsmix

Bio-Joghurt-Becher

Reiner Verkaufsschmäh?

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KONSUMENT 1/2021 veröffentlicht: 17.12.2020

Inhalt

"Besonders Bio-Joghurt ist oft in Papierbechern abgefüllt, die gar keine sind, weil unter der Papphülle erst wieder Plastik steckt. Ist das ein reiner Verkaufsschmäh?" - Leser fragen und unsere Experten geben Antwort - hier Teresa Bauer, BSc MSc.

Teresa Bauer Verpackungsmix

Sie haben recht, gerade Bio-Joghurts werden oft mit einer zusätzlichen Kartonumverpackung verkauft. Diese soll wohl eine höhere Qualität und „Nähe zur Natur“ vermitteln. Tatsächlich kann Plastik eingespart werden – der darunter liegende Plastikbecher kann oft dünner sein, denn die nötige Stabilität liefert der Karton.

Materialien getrennt entsorgen

Wirklich Sinn macht dieser Verpackungsmix allerdings nur, wenn sich viele Konsumentinnen und Konsumenten die Mühe machen, den Karton vom Plastikbecher zu lösen, um beide Verpackungsmaterialien getrennt zu entsorgen; dazu kommt dann freilich auch noch der Aludeckel. Klingt mühsam, ist aber einfach: Karton ins Altpapier, Plastikbecher in die gelbe Tonne und Aludeckel zum Altmetall.

Allerdings gibt es hier leider keine einheitliche Regel, es hängt nämlich vom Abfallentsorger ab. In Wien z.B. muss der Plastikbecher im Restmüll entsorgt werden, weil das Material zu minderwertig ist und er die Qualität des wiederaufbereiteten Kunststoffs verschlechtern würde. Am besten ist, Sie fragen bei Ihrem Abfallverbund nach, wie die Bestandteile solcher Joghurtbecher zu entsorgen sind.

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