KONSUMENT.AT - Asthma-Therapie - Gesunde Stallluft

Asthma-Therapie

Aufwachsen auf dem Bauernhof

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KONSUMENT 2/2021 veröffentlicht: 28.01.2021

Inhalt

Kinder, die am Bauernhof aufwachsen, haben ein geringeres Risiko, an Asthma zu erkranken, als andere Kinder.

Im Fachjournal „Nature“ berichtet ein internationales Forscherteam mit österreichischer Beteiligung, dass ein vergleichsweise großer Teil der Schutzwirkung des Bauernhofs vor Asthma im Kindheitsalter auf die Reifung des Darmmikrobioms im ersten Lebensjahr zurückzuführen ist. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Kinder mit Umweltfaktoren wie Bakterien in Berührung kommen, die mit Mikroorganismen in ihrem Verdauungstrakt zu tun haben und diesen Schutzeffekt herbeiführen.

Nachdem der Darm das größte Immunorgan des Menschen ist, ist die Reifung des Immunsystems untrennbar mit der Reifung der Lebensgemeinschaft der Mikroorganismen im Verdauungstrakt verbunden. Zu dieser Reifung tragen u.a. eine Geburt vollständig durch den Geburtskanal, das Stillen des Kindes und die Ernährung bei.

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Kommentare

  • Kein Bauernhof - Allergie - Krank - Operation - Lebenslange Probleme
    von TT am 09.02.2021 um 08:20
    Als Kind hatte ich oft Seitenstrangangina, Ohrenentzündungen und entzündete Polypen (Rachenmandeln). In den 1980 Jahren wußten die Ärzte anscheinend wenig über die Wichtigkeit des Darms fürs Immunsystems wenig und operierten mir die Polypen als 6 Jährigen weg. Seit dem habe ich mit meinen Atemwegen mehr oder weniger Probleme. Das war für mich normal. Ich war viele Jahre im Allergiezentrum in Wien und man versuchte mir zu helfen. Vieles versuchten die Ärzte dort (zB Desensibilisierungstherapie - beim 2 Mal sogar mit Test, ob diese anschlägt) und nichts half).
    Mit den Jahren wurden die Probleme mit der Allergie mehr und mir wurde gesagt, dass ich sehr wahrscheinlich Astma bekommen werde. Durch Stress und auch Überabspruchung meines Darms wurden die Leiden mehr und intensiver.
    Überzüge für das Bettzeug und Matratzen, Schwarzkümmelöl, Rotlicht, TCM Medizin, Akupunktur, Omni-Biotik, ... halfen kaum bis nichts, leider.
    Als ich durch die ständigen Erkrankungen (nach aussen hin wenig sichtbar) schließlich psychisch unten war, habe ich (über Jahre) heraus gefunden, woher die gesundheitlichen Probleme (die Medizin ist darauf gekommen, dass der Darm für Immunsystem wichtig ist) kommen.
    Kurzum: Wenn der Darm in Ordnung ist, ist die Allergie kaum bis gar nicht mehr vorhanden und andere medizinischen Probleme (Abgeschlagenheit, Fieberblasen, ...) waren ebenfall reduziert bis weg.
    Dafür brauchte ich 35 Jahre (die Erkenntnis der Medizin bez. Darm half dabei) um selbst drauf zukommen und damit umzugehen. Meine Lösung: Langsam Essen und gut kauen. Innere Ruhe suchen. Überanstrengungen meiden bzw. Belastungen langsam steiern. Und manch anderes. Am Bauenhof als Kind zu sein oder anders wo in der Natur sein Immunsystem (Darm) zu trainieren, ist für mich zu spät. Aus jetziger Sicht würde ich die OP der Polypen nicht mehr machen und auf den Darm oder andere Ursachen schauen. Meiner Erfahrung nach resultieren Erkrankungen oft aus anderen, nicht gleich offensichtlichen Gründen und erfordern "nur kleine" Änderungen seines Verhalten. Vielleicht habe ich mit dieser Information anderen Leidensgenoss*nnen ein wenig geholfen.